07 May 2026, 22:22

Rheinmetall wächst trotz schwacher Quartalszahlen und plant Raketenproduktion

Altes deutsches Aktienzertifikat, ausgestellt von der deutschen Regierung, mit gedrucktem Text und numerischen Details.

Rheinmetall wächst trotz schwacher Quartalszahlen und plant Raketenproduktion

Rheinmetall verzeichnet gemischte Quartalsergebnisse für 2024 – Expansion trotz Rückschlägen

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat für das erste Quartal 2024 gemischte Geschäftszahlen vorgelegt. Zwar stiegen Umsatz und Erträge, doch das Unternehmen verfehlte die Markterwartungen – die Aktie gab daraufhin nach.

Gleichzeitig kündigte der Konzern ehrgeizige Expansionspläne an, darunter die Aufnahme einer Raketenproduktion und mögliche Werftübernahmen, um langfristig von wachsenden Rüstungsaufträgen zu profitieren.

Der Umsatz von Rheinmetall lag im ersten Quartal bei 1,94 Milliarden Euro – ein Plus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allerdings blieb das Ergebnis damit 330 Millionen Euro unter den Prognosen der Analysten. Das operative Ergebnis kletterte um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro, verfehlte jedoch ebenfalls die Erwartungen um 38 Millionen Euro.

Deutlich schwächer entwickelte sich der Cashflow: Der freie operative Cashflow sank auf minus 285 Millionen Euro – ein starker Kontrast zum positiven Wert von 243 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Die Anleger reagierten mit einem Kursrückgang von über zwei Prozent.

Die Neuaufträge brachen um 55 Prozent auf 4,90 Milliarden Euro ein, was vor allem auf außergewöhnlich große Verträge im Vorjahr zurückzuführen ist. Dennoch wuchs der Auftragsbestand um 31 Prozent auf 73 Milliarden Euro. Erstmals enthalten sind darin auch Marine-Systeme, was die erweiterte Produktpalette des Konzerns widerspiegelt.

Für die Zukunft plant Rheinmetall neue Produktionsvorhaben. Gemeinsam mit dem niederländischen Unternehmen Destinus soll die Fertigung von Marschflugkörpern aufgenommen werden, voraussichtlich ab Ende 2026 oder Anfang 2027. Zudem verhandelt der Konzern mit mehreren Staaten im Nahen Osten über die Lieferung von bis zu zehn Luftabwehrsystemen im Jahr 2025.

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Darüber hinaus prüft Rheinmetall Übernahmen, um seine Marine-Kompetenz auszubauen. Potenzielle Ziele sind die German Naval Yards in Kiel sowie eine Beteiligung an der rumänischen Werft Mangalia. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von etwa 19 Prozent.

Die jüngsten Zahlen von Rheinmetall zeigen sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen: Zwar verbesserten sich Umsatz und Ertrag, doch die verfehlten Ziele belasteten die Stimmung an den Märkten. Gleichzeitig deutet der wachsende Auftragsbestand sowie die geplanten Investitionen auf eine langfristige Ausrichtung auf den Rüstungsmarkt hin.

Während der aktuelle Kursrückgang die unmittelbare Reaktion der Anleger widerspiegelt, zielen die strategischen Weichenstellungen des Konzerns darauf ab, seine Position in der globalen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie nachhaltig zu stärken.

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