Reul attackiert Fußballvereine wegen lascher Aufklärung von Stadionvergehen
Gabriel HethurReul attackiert Fußballvereine wegen lascher Aufklärung von Stadionvergehen
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat Fußballvereine für ihre zögerliche Reaktion auf Stadionvergehen scharf kritisiert. Trotz umfassender Überwachung bleibe es ein anhaltendes Problem, dass Täter nicht zeitnah identifiziert und zur Verantwortung gezogen würden, monierte er.
Reul verwies darauf, dass Stadien stark videoüberwacht seien. Dennoch würden Straftäter nur selten schnell ermittelt oder belangt, so der Minister. Als Grund nannte er die Sorge der Vereine, ihre eigenen Ultra-Fans zu verprellen.
Zudem lehnte Reul private Finanzierungsmodelle für den Polizeieinsatz bei Spielen ab. Sicherheit sei eine staatliche Aufgabe, erklärte er, und zeigte sich verwundert über Debatten zu den Kosten. Darüber hinaus schlug er ein neues Gesetz vor, das Vereine für übermäßige Verzögerungen bei der Aufklärung solcher Vorfälle bestrafen soll.
Mit seinen Vorschlägen will Reul die Ahndung von Stadionvergehen beschleunigen. Seine Haltung unterstreicht, dass Sicherheit öffentlich finanziert bleiben müsse. Die angedrohten Sanktionen könnten die Vereine künftig zu konsequenterem Handeln zwingen.






