10 April 2026, 14:31

Rapsglanzkäfer bedroht Winterraps-Erträge 2026 – so schützen Landwirte ihre Felder

Ein Blumenkäfer auf einem Blatt.

Rapsglanzkäfer bedroht Winterraps-Erträge 2026 – so schützen Landwirte ihre Felder

Winterraps entwickelt sich im Frühjahr 2026 prächtig – doch der Rapsglanzkäfer droht erneut die Erträge zu mindern

Die Winterrapsbestände zeigen sich im Frühjahr 2026 in gutem Zustand: Die Pflanzen strecken sich in die Länge, und die Hauptblütenstände sind bereits sichtbar. Doch die Landwirte stehen einmal mehr vor einer vertrauten Herausforderung – der Rapsglanzkäfer bedroht in dieser Saison erneut die Erträge.

Das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) hat aktualisierte Handlungsempfehlungen veröffentlicht, um Landwirten zu helfen, den Schädling effektiv zu bekämpfen und gleichzeitig den Einsatz von Insektiziden auf das Notwendigste zu beschränken.

Entscheidend ist eine präzise Bestandsüberwachung: Landwirte sollten die Felder systematisch abgehen und die Käfer direkt an den Hauptknospen zählen – nicht in Gelbschalen – und zwar vor Beginn der Blüte. Eine Behandlung lohnt sich wirtschaftlich erst, wenn mehr als zehn Käfer pro Hauptknospe festgestellt werden.

Falls ein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln unvermeidbar ist, können acetamipridhaltige Produkte wie Mospilan SG oder Danjiri zwischen den BBCH-Stadien 51 und 59 ausgebracht werden. Allerdings verbietet die Pflanzenschutzmittel-Anwendungsverordnung (VV 553) die Zugabe von Netzmitteln. Bei gleichzeitigem Befall durch Rapsstängelrüssler und Rapsglanzkäfer kommt Trebon 30 EC infrage – jedoch erst nach Beendigung der Bienenflugaktivität am Abend. Eine bienenfreundlichere Alternative stellen tau-fluvalinathaltige Mittel wie Mavrik Vita oder Evure dar, die sogar noch nach BBCH 59 eingesetzt werden dürfen.

In vielen Fällen lässt sich der Insektizideinsatz jedoch vollständig vermeiden. Durch den Verzicht auf unnötige Behandlungen sparen Landwirte nicht nur Kosten, sondern schützen auch die Umwelt – insbesondere Bestäuberinsekten, die von unbehandelten Kulturen profitieren.

Die Empfehlungen des TLLLR zielen darauf ab, Schädlingsbekämpfung und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Durch genaue Käferzählungen und gezielte Maßnahmen können Landwirte ihre Erträge sichern, ohne Chemikalien übermäßig einzusetzen. Dieser Ansatz kommt sowohl der Rapsernte als auch dem Ökosystem in der kommenden Saison zugute.

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