Prozess um tödlichen Messerangriff im Berliner Humboldt Forum eröffnet
Gabriel HethurProzess um tödlichen Messerangriff im Berliner Humboldt Forum eröffnet
In Berlin hat ein Prozess gegen sieben Angeklagte begonnen, die der Beteiligung an einem tödlichen Messerangriff im Humboldt Forum beschuldigt werden. Die Tat ereignete sich am 12. September 2025, als das Opfer bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung lebensgefährlich verletzt wurde. Später erlag es seinen Verletzungen. Zwei Begleiter des Opfers erlitten ebenfalls leichte Verletzungen während des Konflikts, dessen genauer Auslöser jedoch weiterhin unklar bleibt.
Die Angeklagten, zwischen 16 und 23 Jahre alt, müssen sich unter anderem wegen schwerer Körperverletzung, Störung der öffentlichen Ordnung und Beteiligung an einer Schlägerei verantworten. Vier von ihnen wird zusätzlich Totschlag vorgeworfen. Das Humboldt Forum, an dem sich der Vorfall ereignete, ist ein rekonstruierter Nachbau des historischen Berliner Stadtschlosses und beherbergt derzeit museumspädagogische Ausstellungen.
Im Verlauf des Prozesses werden die Ereignisse, die zur Messerattacke führten, sowie die Rolle jedes einzelnen Angeklagten in der Auseinandersetzung untersucht. In den kommenden Wochen sollen Zeugen, darunter auch Augenzeugen des Angriffs, aussagen.
Das Gericht wird die Schuld der Angeklagten an dem tödlichen Vorfall klären. Bei einer Verurteilung drohen ihnen erhebliche rechtliche Konsequenzen. Das Urteil wird für Mitte Oktober erwartet und setzt damit einen Schlusspunkt unter einen Prozess, der die Debatte über Gewalt in öffentlichen Räumen neu entfacht hat.






