Polen startet Pfandsystem gegen Plastikmüll – so funktioniert die Rückgabe
Gesa EigenwilligPolen startet Pfandsystem gegen Plastikmüll – so funktioniert die Rückgabe
Polen führt Pfandsystem ein, um Einwegplastikmüll zu reduzieren
Seit dem 1. Oktober 2025 zahlen Verbraucher in Polen beim Kauf bestimmter Getränkeverpackungen einen Aufpreis – den sie zurückerhalten, wenn sie die Behälter zurückgeben. Das neue Pfandsystem gilt bundesweit für Plastikflaschen, Metalldosen und Mehrweg-Glasflaschen.
Erfasst werden Einweg-Plastikflaschen und -dosen bis zu einem Liter sowie Mehrweg-Glasflaschen bis zu 1,5 Litern. Auf Plastik- und Metallbehälter wird ein Pfand von 50 Groszy (12 Cent) erhoben, bei Mehrweg-Glasflaschen beträgt die Gebühr 1 Złoty (23 Cent). Ausgenommen sind Milchprodukte, andere Molkereierzeugnisse und Einweg-Glasflaschen.
In Geschäften mit einer Verkaufsfläche von über 200 Quadratmetern sind nun Pfandautomaten installiert. Kunden können unbeschädigte Verpackungen dort zurückgeben – zerdrückte Behälter werden nicht angenommen. Jede pflichtige Flasche oder Dose trägt ein rechteckiges Logo mit der Aufschrift „Kaucja“. Die offiziellen Regeln sind auf der Regierungswebsite einsehbar, allerdings wird nicht genannt, welches Ministerium oder welche Behörde für die Einführung verantwortlich ist. Im Mittelpunkt steht die Müllvermeidung durch finanzielle Anreize zur Wiederverwertung.
Das Pfandsystem ist flächendeckend in Kraft. Verbraucher erhalten ihr Pfand zurück, wenn sie berechtigte Verpackungen an zugelassenen Sammelstellen abgeben. Die Initiative zielt vor allem auf Plastik- und Metallabfälle ab, während bestimmte Glas- und Milchverpackungen ausgenommen bleiben.
