Panter-Preis 2026 ehrt Graswurzelmedien mit klarem Motto: Unabhängig und widerstandsfähig
Sibilla HartungPanter-Preis 2026 ehrt Graswurzelmedien mit klarem Motto: Unabhängig und widerstandsfähig
Der Panter-Preis 2026 gibt sein Motto bekannt: Unabhängig, kritisch, widerstandsfähig: Graswurzelmedien
In diesem Jahr würdigt die Auszeichnung kleine, aber einflussreiche Medienprojekte in ganz Deutschland. Von langjährigen Gefangenenzeitungen bis hin zu studentischem Journalismus – die Shortlist präsentiert vielfältige Stimmen, die in den Mainstream-Medien oft zu kurz kommen.
Zu den Nominierten gehört Der lichtblick, Deutschlands einzige unabhängige Gefangenenzeitung. Seit 1968 ohne Zensur veröffentlicht, bietet sie inhaftierten Autor:innen eine Plattform. Ein weiterer Anwärter ist Radio CORAX aus Halle (Saale), ein basisdemokratischer Sender mit partizipativem Programm.
Die Student:innenzeitung UnAufgefordert der Humboldt-Universität erscheint seit 1989 und berichtet unabhängig über Campusthemen. Das Münsteraner Medium RUMS setzt auf investigativen Journalismus und lokale Teilhabe. Auch der Berndt Media Verlag sticht mit seinen kostenlosen Kultur- und Kinomagazinen hervor, die im Rhein- und Ruhrgebiet verteilt werden.
Mobile Initiativen wie Radio Connection senden wöchentlich mehrsprachige Programme aus Berlin-Marzahn. Für junge Zielgruppen vermittelt nah:dran – Medien für alle der Jugendpresse Deutschland Medienkompetenz durch praxisnahe Projekte.
Vom 8. bis 27. Juni 2026 kann die Öffentlichkeit für den Publikumspreis abstimmen. Die Preisträger:innen werden am 14. Oktober 2026 um 18 Uhr im Museum der Arbeit in Hamburg bekannt gegeben.
Der Panter-Preis 2026 rückt Graswurzelmedien in den Fokus. Projekte wie Der lichtblick und Radio CORAX zeigen, wie unabhängiger Journalismus abseits kommerzieller Zwänge gedeiht. Die Preisverleihung in Hamburg feiert diese Leistungen – das Publikum kann drei Wochen lang im Juni mitentscheiden.






