24 May 2026, 02:24

Ostdeutsches Wirtschaftsforum: Elite sucht Lösungen für kriselnde Industrie vor Landtagswahlen

Frustration in der Wirtschaft - BDI fordert mehr Mut bei Reformen

Ostdeutsches Wirtschaftsforum: Elite sucht Lösungen für kriselnde Industrie vor Landtagswahlen

Ostdeutsches Wirtschaftsforum: Spitzenpolitiker und Unternehmer beraten über Industriezukunft

Vom 31. Mai bis 2. Juni kommt im brandenburgischen Bad Saarow die politische und wirtschaftliche Elite zum Ostdeutschen Wirtschaftsforum zusammen. Rund 350 Vertreter aus Politik und Wirtschaft werden täglich über Herausforderungen und Chancen der Industrie diskutieren. Die Veranstaltung findet zu einem kritischen Zeitpunkt statt – angesichts wachsender wirtschaftlicher Sorgen im Vorfeld der Landtagswahlen im September.

Neben Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU) nehmen auch die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern teil. Beide Bundesländer stehen im September vor Wahlen, was den politischen Druck auf die Debatten erhöht.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt indessen vor tiefer Verunsicherung in der Wirtschaft. Hauptgeschäftsführer Holger Lösch beschrieb die Stimmung unter Unternehmen als „tief frustriert“ – verursacht durch Reformstreitigkeiten und wirtschaftliche Instabilität. Zudem sehe er in diesem Wahljahr das Risiko weiterer Rückschläge.

Laut dem jüngsten BDI-Bericht hat sich die Geschäftslage weiter verschlechtert. Hohe Energiekosten, Steuern und bürokratische Hürden haben die Hoffnung auf ein industrielles Wachstum 2024 zunichtegemacht. Die anhaltenden Spannungen im Iran verschärfen den wirtschaftlichen Druck zusätzlich.

Auf dem Forum wird der BDI klarere politische Vorgaben und weniger Regulierung fordern. Der Verband kritisiert, dass übermäßige Bürokratie Innovation und Investitionen ersticke, und plädiert stattdessen für mehr Flexibilität.

Trotz der aktuellen Schwierigkeiten soll das Forum das industrielle Potenzial Ostdeutschlands in den Fokus rücken. Angesichts der bevorstehenden Wahlen und der gedrückten Wirtschaftstimmung könnten die Debatten wegweisend für künftige politische Entscheidungen werden. Unternehmer und Politiker werden nach Lösungen suchen, um Wachstum und Stabilität zurückzugewinnen.

Quelle