Warum Ostflughäfen ins Stocken geraten, während andere wieder aufblühen - Ostdeutsche Flughäfen kämpfen um Passagiere nach der Pandemie
Flughäfen in Ostdeutschland kämpfen mit der Erholung nach der Pandemie
Die Airports in Leipzig/Halle und Dynamo Dresden verzeichnen seit der Coronakrise weniger Flüge, Ziele und preisbewusste Reisende. Währenddessen ziehen größere Konkurrenten wie der Flughafen Berlin Brandenburg und Prag weiterhin mehr Passagiere an.
Die zögerliche Erholung ist jedoch weniger auf kurzfristige Rückschläge zurückzuführen als auf tiefgreifende strukturelle Probleme.
Leipzig/Halle und Dresden sind stark von Inlandsverbindungen abhängig, die sich langsamer erholt haben als der internationale Flugverkehr. Die Billigairline Ryanair zog sich kürzlich aus Leipzig/Halle zurück und begründete dies mit hohen Gebühren und Abgaben. Dieser Abgang hat den Low-Cost-Verkehr und das Streckennetz weiter ausgedünnt.
Benachbarte Drehkreuze und spezialisierte Billigflughäfen haben sich dagegen schneller erholt – dank stärkerer Nachfrage und Kostenvorteilen. Nürnberg etwa bedient ein wohlhabenderes Einzugsgebiet mit stabilen Passagierzahlen. Die ostdeutschen Flughäfen hingegen stehen in Konkurrenz zu Berlin Brandenburg und Prag, die mit einem größeren Routennetz und besserem Marketing Reisende anziehen.
Um den Rückgang aufzufangen, wird Sachsen den Flughafen Dresden ab 2027 mit zusätzlichen 9 Millionen Euro jährlich unterstützen. Langfristig planen jedoch sowohl Sachsen als auch Sachsen-Anhalt, die Subventionen für Leipzig/Halle und Dresden bis 2030 vollständig zu streichen. Behörden setzen stattdessen auf niedrigere Fluggesellschaftsgebühren, gesunkene Betriebskosten und eine verbesserte Vermarktung der Ziele, um dauerhaft mehr Passagiere zu gewinnen.
Die Zukunft der Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden hängt davon ab, die Kosten zu senken und ihre Attraktivität zu steigern. Ohne staatliche Zuschüsse ab 2030 müssen beide mehr Airlines und Reisende anwerben. Ihre Erholung wird davon abhängen, ob es gelingt, die strukturellen Schwächen zu überwinden, die sie seit der Pandemie belasten.






