Olaf Raschke verabschiedet sich nach 21 Jahren als Meißens Oberbürgermeister
Gabriel HethurOlaf Raschke verabschiedet sich nach 21 Jahren als Meißens Oberbürgermeister
Nach 21 Jahren als Oberbürgermeister von Meißen hat Olaf Raschke offiziell sein Amt niedergelegt. Sein letzter Arbeitstag markierte das Ende einer langen Karriere, die tiefgreifende Veränderungen in der Stadt mit sich brachte. Bei einer Abschiedsfeier am 26. Dezember 2024 würdigten über 140 lokale Honoratioren seine Verdienste.
Raschkes Amtszeit begann 2003 und endete mit einer symbolträchtigen Geste: Er überreichte einen goldenen Stab, graviert mit der Aufschrift Große Kreisstadt Meißen 2025, an seinen Nachfolger Rainer Rehak. Der CDU-Politiker hatte die Oberbürgermeisterwahl im Juni 2024 mit 53,6 Prozent der Stimmen gewonnen und trat sein Amt am 1. Januar 2025 an. Vor seinem Abschied trug sich Raschke noch in das Goldene Buch der Stadt ein – eine traditionelle Ehre für scheidende Würdenträger.
Unter seiner Führung erlebte Meißen einen deutlichen finanziellen Aufschwung. Die Pro-Kopf-Verschuldung sank auf nur noch ein Zehntel des ursprünglichen Standes. Über 98 Millionen Euro flossen in die Stadtentwicklung, davon allein 70 Millionen aus Fördermitteln. Zu den wichtigsten Projekten zählten die Sanierung des Rathauses, der Bau eines neuen S-Bahn-Haltepunkts und die Inbetriebnahme des Panoramaaufzugs. Raschke setzte sich zudem für den Hochwasserschutz ein, doch eine Baustelle blieb ungelöst: Für das Gelände des Hamburger Hofs fehlen weiterhin Investoren. Bei seiner Abschiedsfeier stieß er mit einem Glas Schwerter Bier, einem lokalen Favoriten, auf seinen Ruhestand an. Seine Frau Claudia gab zu, sie habe sich während seiner Amtszeit bewusst im Hintergrund gehalten und sei erleichtert, dass er sich nun aus dem öffentlichen Leben zurückziehe.
Raschke hinterlässt eine grundlegend veränderte Stadt – mit geringerer Verschuldung und modernisierter Infrastruktur. Sein Nachfolger steht nun vor der Aufgabe, Meißens Entwicklung fortzuführen und gleichzeitig noch offene Fragen wie die Zukunft des Hamburger Hofs zu klären. Zum Erbe des früheren Oberbürgermeisters gehören sowohl abgeschlossene Projekte als auch ungelöste Herausforderungen für die nächste Amtszeit.
