Oberstdorfs Visionär Georg Späth senior mit 100 Jahren verstorben
Gabriel HethurOberstdorfs Visionär Georg Späth senior mit 100 Jahren verstorben
Georg Späth senior, eine prägende Persönlichkeit der Oberstdorfer Tourismus- und Kulturszene, ist im Alter von 100 Jahren verstorben. Der 1925 in dem bayerischen Städtchen Geborene hatte erst im vergangenen Herbst seinen hundertsten Geburtstag gefeiert. Zu seinem Erbe zählen die Mitgründung des Bauernbühne-Volkstheaters sowie die Errichtung der Skischule Küberg – beides Institutionen, die maßgeblich zur Identität der Region beigetragen haben.
Späth senior blieb sein Leben lang eng mit den Traditionen und der Entwicklung Oberstdorfs verbunden. Als leidenschaftlicher Wintersportler spielte er eine zentrale Rolle beim Aufbau der Tourismusbranche in dem Ort. Sein Engagement begann mit der Skischule Küberg, die sich zu einer festen Größe für Einheimische und Gäste gleichermaßen entwickelte.
Gemeinsam mit Georg Wesch gründete er in der Mitte des 20. Jahrhunderts die Bauernbühne. Was als bescheidenes dörfliches Theater begann, wuchs zu einer angesehene Kulturinstitution heran. Über die Jahrzehnte erweiterte sie ihr Programm, blieb dabei aber stets den bayerischen Volkstraditionen treu. Die Aufführungen zogen Besucher aus der gesamten Region an und festigten Oberstdorfs Ruf als kulturelles Ziel.
Sowohl die Skischule als auch die Bauernbühne wurden zu wichtigen Wirtschaftsfaktoren für den Ort. Ihr Erfolg trug dazu bei, Oberstdorf von einem ruhigen Alpenörtchen in ein blühendes Touristenzentrum zu verwandeln. Trotz aller Weiterentwicklung bewahrte das Theater stets seine Verwurzelung im lokalen Erbe – ein Gleichgewicht, für das sich Späth senior zeitlebens einsetzte.
Mit seinem Tod endet für Oberstdorf eine Ära. Sein Wirken in Tourismus und Kultur hinterlässt bleibende Spuren in der Entwicklung der Stadt. Die Bauernbühne und die Skischule Küberg bestehen weiter und zeugen von seiner Vision und seinem unermüdlichen Einsatz.






