O2 und OQ Technology testen Satelliten-Internet für ländliche Regionen ab 2027
Sibilla HartungO2 und OQ Technology testen Satelliten-Internet für ländliche Regionen ab 2027
O2 Telefónica und der luxemburgische Satellitenbetreiber OQ Technology testen Internet aus dem All für das ländliche Deutschland
Ab Anfang 2027 wollen O2 Telefónica und der in Luxemburg ansässige Satellitenanbieter OQ Technology in einer Testphase satellitengestütztes Internet in ländlichen Regionen Deutschlands erproben. Der Versuch findet in der Nähe von Waren an der Müritz im Mecklenburgischen Seengebiet statt. Ziel des Projekts ist es, Lücken in der Mobilfunkabdeckung zu schließen und die Notfallkommunikation bei Katastrophen zu verbessern.
Deutschlands größte Telekommunikationsunternehmen setzen zunehmend auf Satellitentechnologie, um die Netzstabilität in schwer zugänglichen Gebieten zu erhöhen. O2 und OQ Technology wollen mit den anstehenden Tests untersuchen, wie Satellitenverbindungen mit herkömmlichen Mobilfunknetzen zusammenarbeiten können. Bei Erfolg könnte das System Funklöcher beseitigen und als Backup-Dienst fungieren, falls die bodengestützte Infrastruktur ausfällt.
OQ Technology betreibt derzeit fünf Satelliten, drei weitere sollen noch in diesem Jahr starten. Bis Ende 2027 plant das Unternehmen, 48 Satelliten im Orbit zu haben, sodass jeder Punkt der Erde alle 30 Minuten ein Signal empfangen kann. Nutzer könnten mit dem Dienst dann Download-Geschwindigkeiten von ein bis zwei Megabit pro Sekunde erreichen. Langfristig strebt OQ bis 2028 oder 2029 eine Flotte von 150 Satelliten an, um eine durchgehende Abdeckung für datenintensive Anwendungen zu ermöglichen.
Auch andere Anbieter arbeiten an ähnlichen Lösungen: Vodafone kooperiert mit AST SpaceMobile, um satellitengestützte Mobilfunkdienste in Deutschland zu entwickeln, allerdings steht ein Starttermin noch aus. Gleichzeitig arbeitet die Deutsche Telekom mit Starlink zusammen, um ab 2028 satellitenunterstützten Mobilfunkempfang in abgelegenen Regionen anzubieten.
Der Test von O2 und OQ Technology beginnt Anfang 2027 nahe Waren an der Müritz. Bei erfolgreichen Versuchen könnte die Partnerschaft dazu beitragen, Versorgungslücken im ländlichen Deutschland zu schließen. Die Initiative spiegelt einen größeren Trend wider: Telekommunikationsunternehmen integrieren zunehmend Satellitentechnik in ihre Mobilfunknetze, um die Versorgung flächendeckend zu verbessern.






