NRW-Wähler wenden sich von CDU ab – AfD und SPD gleichauf bei 17 Prozent
Sibilla HartungNRW-Wähler wenden sich von CDU ab – AfD und SPD gleichauf bei 17 Prozent
Politische Verschiebungen und wirtschaftliche Sorgen prägen die Stimmung in Nordrhein-Westfalen. Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst verliert an Zustimmung, während andere Parteien an Boden gewinnen. Auch die Zufriedenheit mit der Landesregierung ist in den letzten Monaten deutlich gesunken.
Die Christdemokraten kommen aktuell auf 32 Prozent in der Wählergunst – ein Rückgang um drei Punkte. Gleichzeitig erreicht die rechtspopulistische AfD 17 Prozent und liegt damit gleichauf mit der SPD als zweitstärkste Kraft im Land. Die Sozialdemokraten unter Jochen Ott büßen ebenfalls drei Punkte ein und fallen auf 17 Prozent zurück.
Die Grünen legen um zwei Punkte zu und erreichen 15 Prozent. Die FDP verzeichnet ebenfalls Zuwächse und überwindet mit einem Plus von einem Punkt erstmals seit April 2024 die Fünf-Prozent-Hürde.
Die wirtschaftlichen Sorgen in der Bevölkerung wachsen. Nur noch 22 Prozent der Wahlberechtigten bewerten die wirtschaftliche Lage als sehr gut oder gut – neun Punkte weniger als im Vorjahr. Auch die Angst vor Arbeitsplatzverlust nimmt zu: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten nun die Arbeitslosigkeit, ein Anstieg um sechs Punkte. Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehr haben Migration meanwhile als wichtigstes Wählerthema abgelöst.
Steigende Kosten belasten zudem den Alltag. Jeder vierte Einwohner passt seine Reisepläne an: 25 Prozent entscheiden sich für günstigere Trips oder sagen Urlaubsreisen ganz ab.
Die Zustimmung zur Landesregierung ist auf 42 Prozent gefallen – ein deutlicher Rückgang seit Februar. Die Rekordwerte der AfD und der Niedergang der CDU spiegeln eine breite Unzufriedenheit wider. Die Wähler setzen nun vor allem auf Infrastruktur und wirtschaftliche Stabilität als zentrale Themen.
