NRW baut S-Bahn-Linie S11 für 836 Millionen Euro bis 2032 aus – mit jahrelangen Einschränkungen
Gabriel HethurNRW baut S-Bahn-Linie S11 für 836 Millionen Euro bis 2032 aus – mit jahrelangen Einschränkungen
Nordrhein-Westfalen (NRW) treibt den großen Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln voran. Das 836 Millionen Euro teure Projekt umfasst den Bau eines zweiten Gleises, die Modernisierung von Bahnhöfen sowie die Errichtung eines neuen Haltepunkts in Köln-Kalk West. Pendler müssen sich jedoch auf jahrelange Einschränkungen einstellen, denn die Bauarbeiten beginnen 2026.
Die Landesregierung stellt 305 Millionen Euro für das Vorhaben bereit, der Bund übernimmt 531 Millionen Euro. Wie NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer bekannt gab, werden die finalen Baugenehmigungen noch in diesem Sommer erwartet. Sobald diese vorliegen, kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Planung von Streckenstilllegungen beginnen.
Die erste größere Sperrung startet direkt nach Ostern 2026. Die Bahnhöfe Holweide und Dellbrück werden dann vom 9. Juli bis zum 15. Oktober 2027 für Sanierungsarbeiten geschlossen. Beide erhalten im Rahmen des Gesamtprojekts barrierefreie Zugänge.
Auch an Kölns wichtigsten Knotenpunkten gibt es Veränderungen: Der Hauptbahnhof und der Bahnhof Messe/Deutz erhalten jeweils einen zusätzlichen Mittelbahnsteig mit zwei S-Bahn-Gleisen, während der Bahnhof Bergisch Gladbach auf vier Bahnsteigkanten erweitert wird. Die neue Station Köln-Kalk West soll die Anbindung im Osten der Stadt verbessern.
Ursprünglich war der Bau des zweiten Gleises für Anfang 2032 vorgesehen. Durch Verzögerungen bei parallel laufenden Projekten gerät dieser Zeitplan jedoch ins Wanken. Die Arbeiten sind nun vorläufig zwischen dem ersten Quartal 2030 und dem ersten Quartal 2032 geplant. Nach Fertigstellung wird die S11 im Zehn-Minuten-Takt verkehren und in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten fahren.
Ziel des ausgebauten S11-Netzes ist es, Staus zu verringern und die Kapazitäten auf einer der meistgenutzten Strecken der Region zu erhöhen. Angesichts der bevorstehenden jahrelangen Sperrungen müssen Fahrgäste jedoch mit Einschränkungen rechnen. Die endgültigen Kosten und der Fertigstellungstermin des Projekts werden weiterhin geprüft, während die Planung voranschreitet.






