Niedersachsen erreicht historischen CO₂-Tiefstand – doch Bundespolitik droht Klimapläne zu gefährden
Gabriel HethurNiedersachsen erreicht historischen CO₂-Tiefstand – doch Bundespolitik droht Klimapläne zu gefährden
Niedersachsen treibt ehrgeizige Klimaziele voran
Der Bundesland will bis 2025 seinen gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energien decken. Aktuelle Daten zeigen deutliche Fortschritte bei der Emissionsreduzierung und dem Ausbau grüner Energien.
2023 verzeichnete Niedersachsen mit 51,6 Millionen Tonnen den niedrigsten energiebedingten CO₂-Ausstoß seiner Geschichte – ein Rückgang um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit 1990 hat das Land seine CO₂-Emissionen um 32,9 Prozent gesenkt.
Wind- und Solarenergie verzeichnen ein starkes Wachstum. Rekordgenehmigungen für Windkraftanlagen und der Ausbau der Photovoltaik-Kapazität auf rund 10,5 Gigawatt unterstreichen das Engagement des Landes. Das SALCOS-Projekt der Salzgitter AG könnte, sobald es voll läuft, die Emissionen zusätzlich um bis zu 7,6 Millionen Tonnen pro Jahr verringern.
Umweltminister Christian Meyer erkannte die Forderung des Landesrechnungshofs nach stärkerem Klimaschutz an. Er betonte, Niedersachsen habe bereits erhebliche Fortschritte erzielt. Gleichzeitig warnte Meyer, dass geplante Bundespolitik wie eine sogenannte „Redispatch-Reserve“ Klimaschutzinvestitionen in Höhe von 32 Milliarden Euro gefährden könnte.
Das Land bleibt auf Kurs für sein Erneuerbare-Energien-Ziel. Der weitere Ausbau von Wind- und Solarprojekten stützt diese Planung. Doch Unsicherheiten in der Bundespolitik könnten künftige Fortschritte und Finanzierungen beeinträchtigen.






