Neustadts Louisenstraße wird zur grünen Oase – doch die Kosten spalten die Gemüter
Senta ScheelNeustadts Louisenstraße wird zur grünen Oase – doch die Kosten spalten die Gemüter
Nach monatelanger Bürgerbeteiligung wurde eine Testphase für die Umgestaltung der Louisenstraße in der Neustadt genehmigt. Das im Frühjahr 2024 gestartete Projekt soll die stark frequentierte Zone mit mehr Grünflächen, Sitzgelegenheiten und verkehrsberuhigenden Maßnahmen aufwerten. Die Reaktionen der Anwohner fallen gemischt aus: Einige begrüßen die Pläne, andere hinterfragen die Kosten.
Während der Bürgerbeteiligung kamen vielfältige Meinungen zusammen. Viele Anwohner forderten mehr Grün, Sitzmöglichkeiten und sichere Fußwege. Kritiker monierten hingegen die geplanten Ausgaben – teilweise mit sarkastischen Untertönen. Ein Anwohner spottete etwa über die CDU, die sich lieber auf Großprojekte wie den Fernsehturm oder die Carolabrücke konzentriere.
Die Testphase schlägt mit rund 50.000 Euro zu Buche, die sich auf Pflanzkübel (28.400 Euro), Sitzmöbel (15.400 Euro) und temporäre Grünflächen (6.200 Euro) verteilen. André Zschoge vom Stadtplanungsamt verteidigte das Budget: Die Materialien müssten strenge Haltbarkeitsanforderungen für den öffentlichen Raum erfüllen. CDU-Vertreter Johannes Schwenk hingegen kritisierte mangelnde Transparenz und forderte eine Ausschreibung der Leistungen.
Die Rückmeldungen aus der Bürgerbeteiligung flossen bereits in die Planung ein und ebneten den Weg für die Testphase. Befürworter betonen, wie dringend die Neustadt grüne, einladende Rückzugsorte in ihren verkehrsreichen Straßen braucht.
Nun geht das Projekt mit dem bewilligten Budget von 50.000 Euro in die Erprobung. Bei Erfolg könnten die Veränderungen dauerhaft umgesetzt werden – und damit langjährige Forderungen nach besseren öffentlichen Räumen erfüllen. Doch die Debatte über Nutzen und Kosten wird die Begleitung des Vorhabens voraussichtlich weiter prägen.






