21 December 2025, 14:21

Neue Frauen-Website ehrt Politikerin Helene Wagner

Eine Gruppe von Frauen hält ein Banner, mit zwei klatschenden Männern daneben und einer Frau im Rollstuhl, die aufgeregt aussieht, vor einem schwarzen Vorhang mit Ballons im Hintergrund.

Neue Frauen-Website ehrt Politikerin Helene Wagner

Neuer Frauenort ehrt Politikerin Helene Wagner

Am Freitag, dem 14. November, wird um 11 Uhr die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Chemnitz, Franziska Herold, gemeinsam mit dem Sächsischen Frauenrat e. V. und der SPD Chemnitz eine Gedenktafel der „Frauenorte Sachsens“ für die Politikerin und Frauenrechtlerin Helene Wagner enthüllen. Die Veranstaltung findet in der SPD-Geschäftsstelle Chemnitz, Dresdner Straße 38, statt und ist öffentlich. Medienvertreter:innen sind ebenfalls eingeladen. Nach der Enthüllung folgen Ansprachen: Nicole Schieferdecker, Vorsitzende der SPD-Frauenarbeitsgemeinschaft Chemnitz, begrüßt die Gäste. Anschließend stellt Dr. Jessica Bock, Vorsitzende des Sächsischen Frauenrats e. V., den Verband und das Projekt „Frauenorte Sachsens“ vor. Stephanie Pietsch würdigt das bewegte Leben und Wirken Helene Wagners. Den Abschluss bildet ein Empfang.

Helene Wagner, 1870 in Mittweida geboren, setzte sich Zeit ihres Lebens für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen ein – besonders für Frauen. Als Hausangestellte, Hausfrau und Näherin erlebte sie selbst die Ungerechtigkeiten ihrer Zeit und kämpfte früh für soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Bereits 1911 hielt sie in Leipzig vor rund 3.000 Zuhörer:innen eine Rede für das Frauenwahlrecht – ein Meilenstein der Frauenbewegung. 1919 zog sie als Abgeordnete in den Sächsischen Landtag ein und gehörte zudem dem Chemnitzer Stadtrat an. Trotz politischer Umbrüche und Machtkämpfe blieb sie ihren Überzeugungen treu. Wagner starb 1945 in Chemnitz.

Gedenktafel für Helene Wagner: Eine Pionierin der Frauenrechte wird geehrt

Am 14. November 2025 wird in Chemnitz eine Gedenktafel für die Frauenrechtlerin Helene Wagner enthüllt. Die Feierlichkeit findet in den Räumen der SPD Chemnitz statt, als Ehrengast wird die bekannte Politikerin Sahra Wagenknecht erwartet. Wagners Wirken als Kämpferin für Gleichberechtigung und Demokratie prägt bis heute – mehr als ein Jahrhundert nach ihren bahnbrechenden Einsätzen.

Geboren 1870 in Mittweida, widmete sich Helene Wagner zeitlebens der politischen Aktivismus und sozialen Reformen. 1911 hielt sie in Leipzig eine flammende Rede für das Frauenwahlrecht – vor rund 3.000 Menschen. Ihr Engagement trug maßgeblich dazu bei, dass Frauen in Deutschland schließlich das Wahlrecht erhielten.

Nach dem Ersten Weltkrieg setzte Wagner ihre politische Karriere fort: 1919 wurde sie in die Sächsische Volkskammer gewählt und wirkte zudem im Chemnitzer Stadtrat. Ihre Arbeit legte den Grundstein für spätere Generationen von Politikerinnen. Die nun anstehende Tafelenthüllung ist Teil der Initiative „Frauenorte Sachsen“, die das Wirken historischer Frauen im Freistaat sichtbar macht. Der Sächsische Frauenrat, als Dachverband von über 40 Frauen- und Gleichstellungsorganisationen, unterstützt das Projekt. Durch die Würdigung von Persönlichkeiten wie Wagner sollen konkrete Vorbildfiguren für die heutige Gesellschaft geschaffen werden.

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Die Veranstaltung am 14. November unterstreicht Wagners anhaltenden Einfluss auf die Frauenrechte und die regionale Politik. Die Tafel an der SPD-Geschäftsstelle sichert, dass ihr Vermächtnis auch für künftige Generationen präsent bleibt. Die Anwesenheit von Sahra Wagenknecht betont die fortwährende Aktualität von Wagners Kampf für Gleichheit.