Neue Eurocity-Linie verbindet Leipzig direkt mit Krakau und der ukrainischen Grenze
Sibilla HartungNeue Eurocity-Linie verbindet Leipzig direkt mit Krakau und der ukrainischen Grenze
Neue Eurocity-Verbindung von Leipzig über Krakau nach Przemyśl gestartet
Teaser: Am Sonntag nahm eine neue Eurocity-Linie zwischen Deutschland und Polen den Betrieb auf. Vier direkte Züge verkehren täglich nun zwischen Leipzig und Krakau – mit Weiterfahrt bis an die polnisch-ukrainische Grenze.
14. Dezember 2025, 14:43 Uhr
Seit Sonntag verbindet eine neue Eurocity-Strecke Deutschland und Polen mit vier täglichen Direktzügen von Leipzig nach Krakau. Die Linie führt weiter bis Przemyśl an der polnisch-ukrainischen Grenze und zurück. Vertreter aus Politik und Bahn betonen die Bedeutung der Verbindung für den grenzüberschreitenden Verkehr und die europäische Vernetzung.
Die erweiterte Route schafft erstmals eine direkte Schienenverbindung zwischen Südpolen, der ukrainischen Grenzregion und Mitteldeutschland. Unterwegs halten die Züge in Ruhland, Elsterwerda, Riesa und Hoyerswerda. Die Fahrzeit nach Breslau (Wrocław) beträgt etwa 3,5 Stunden, nach Krakau rund sieben Stunden. Stefan Geweke, Projektleiter bei der Deutschen Bahn, zeichnete für die Einführung der neuen Verbindung verantwortlich.
Mit der Inbetriebnahme steigt das Angebot an grenzüberschreitenden Fernverbindungen zwischen beiden Ländern um 50 Prozent – auf nunmehr 34 tägliche Züge. Janusz Malinowski, Vorstandsvorsitzender von PKP Intercity, verwies auf die wachsende Nachfrage nach Verbindungen nach Deutschland, der mit dem erweiterten Angebot nun besser entsprochen werde. Michael Peterson, Fernverkehrsvorstand der Deutschen Bahn, lobte das Projekt als wichtigen Schritt hin zu klimafreundlichem, internationalem Bahnverkehr.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder unterstrich die Bedeutung des Vorhabens für die Verkehrs- und Sicherheitspolitik und bezeichnete es als Beitrag zur Stärkung der europäischen Zusammengehörigkeit. Thomas Dienberg, Leipziger Baubürgermeister, nannte die Direktverbindung einen „großen Gewinn für das internationale Schienennetz der Stadt und die Partnerschaft mit Krakau“.
Die neue Strecke verbessert die Reiseoptionen zwischen Mitteldeutschland und Polen und eröffnet zugleich bessere Anbindungen an die ukrainische Grenze. Durch schnellere Verbindungen und höhere Taktung soll der Service regionale Vernetzung fördern und nachhaltigen grenzüberschreitenden Verkehr stärken. Der Regelbetrieb läuft bereits mit vier Zügen pro Richtung und Tag.
