NDR-Format Klar wechselt Moderation – und löst damit eine Debatte aus
Gabriel HethurNDR-Format Klar wechselt Moderation – und löst damit eine Debatte aus
Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat sechs neue Folgen seiner Investigativ-Reihe Klar für das Jahr 2026 angekündigt. Die Entscheidung, für die ersten beiden Ausgaben die Moderation zu wechseln, hat eine Debatte ausgelöst – Kritiker werfen dem Format vor, sich dem rechtspopulistischen Lager anzunähern.
Die erste Folge wird am 15. April 2026 von Tanit Koch moderiert, zwei Wochen später, am 29. April, übernimmt Julia Ruhs die Präsentation der zweiten Ausgabe. Ursprünglich hatte der NDR geplant, dass Ruhs alle Klar-Folgen im Jahr 2026 leiten sollte. Stattdessen wurde Koch für die Eröffnungsfolge ausgewählt – ein Schritt, der Vorwürfe einer "Cancel Culture" seitens der Kritiker nach sich zog.
Die Reihe setzt sich mit gesellschaftlich polarisierenden Themen auseinander. Die erste Folge trägt den Titel Ziel: Polizei – Missbrauch, Hass und Gewalt. Frühere Pilotfolgen behandelten unter anderem Migration, Bauernproteste und die Folgen der COVID-19-Pandemie.
NDR und BR positionieren Klar als Plattform, die gesellschaftliche Missstände und große Kontroversen aufdeckt. Seit dem Start der Reihe gibt es jedoch keine dokumentierten Verschiebungen in der öffentlichen Wahrnehmung oder Debatten über die politische Ausrichtung des Formats.
Die ersten beiden Folgen von Klar werden nun von unterschiedlichen Moderatorinnen präsentiert: Koch führt durch die Premiere am 15. April 2026, Ruhs folgt zwei Wochen später. Der Sender hat die Kritik bisher nicht direkt kommentiert, sodass die inhaltliche Ausrichtung der Reihe weiter infrage steht.






