19 December 2025, 14:33

Minister sieht Sachsens ökologischen Landbau bereit für die Nachfrage

Agrarland mit verschiedenen Kulturen, eine Beregnungsmaschine im Vordergrund und eine Baumreihe mit weiteren Kulturen im Hintergrund.

Minister sieht Sachsens ökologischen Landbau bereit für die Nachfrage

Sachsen bereitet sich auf wachsende Nachfrage nach Bio-Landwirtschaft vor

Sachsens Landwirtschaftsminister betont die Bedeutung des Ökolandbaus für den Freistaat. Das Land ist gut aufgestellt, um die steigende Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln zu bedienen, und fördert die regionale Wertschöpfung.

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Die Bio-Landwirtschaft in Sachsen hat in den vergangenen zehn Jahren einen rasanten Aufschwung erlebt: Seit 2015 hat sich die ökologisch bewirtschaftete Fläche um 140 Prozent vergrößert. Mittlerweile werden fast 10 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche nach Bio-Richtlinien bewirtschaftet – damit gehört Sachsen zu den führenden Bundesländern im Bereich der nachhaltigen Landwirtschaft. Agrarminister Georg-Ludwig von Breitenbuch bewertet diesen Fortschritt als wichtigen Beitrag zur regionalen Ernährungssicherheit und wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit.

Zwischen 2015 und 2024 stieg die ökologisch bewirtschaftete Fläche von 37.272 auf 89.453 Hektar. Allein in den letzten vier Jahren verzeichnete Sachsen ein Wachstum von 23,4 Prozent – eine der höchsten Steigerungsraten bundesweit. Besonders dynamisch entwickelt sich die Bio-Landwirtschaft in Regionen wie dem Vogtland (25,9 Prozent Öko-Anteil) und dem Erzgebirge (15,3 Prozent).

Doch nicht nur im Ackerbau, auch im Weinanbau setzt sich der Trend fort: Fast 20 Prozent der sächsischen Weinberge werden inzwischen nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet. Gleichzeitig verarbeiten regionale Betriebe Bio-Erzeugnisse für den heimischen und internationalen Markt, was die regionalen Wertschöpfungsketten stärkt. Um Landwirt:innen zu unterstützen, stellt der Freistaat Fördermittel aus EU- und Landesprogrammen bereit, die niedrigere Erträge und höhere Produktionskosten ausgleichen sollen. Minister von Breitenbuch betont zudem die Notwendigkeit eines besseren Wissensaustauschs zwischen ökologischen und konventionellen Betrieben. Das Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau Sachsen spielt dabei eine zentrale Rolle, doch fehlt es bisher an einer Institution, die gezielt die Vernetzung beider Bereiche vorantreibt.

Trotz des Wachstums bleiben Herausforderungen: Die deutsche Bio-Produktion kann die steigende Verbrauchernachfrage noch nicht vollständig decken, und der Handel muss durch faire Preise die weitere Entwicklung des Sektors sichern.

Sachsens Bio-Landwirtschaft wächst weiter – fast ein Zehntel der landwirtschaftlichen Fläche ist inzwischen zertifiziert. Mit finanzieller Förderung und dem Fokus auf Wissensaustausch will der Freistaat das nachhaltige Wachstum langfristig absichern. Angesichts der wachsenden Nachfrage nach Bio-Produkten wird Sachsen seine Rolle für die nationale Ernährungssicherheit und eine zukunftsfähige Landwirtschaft weiter ausbauen.