Messerattacke in Flensburg: 17-Jähriger bei Jugendschlägerei schwer verletzt
Gesa EigenwilligMesserstecherei in Flensburg - 17-Jähriger Verletzte - Messerattacke in Flensburg: 17-Jähriger bei Jugendschlägerei schwer verletzt
Schwere Auseinandersetzung unter Jugendlichen in Flensburg – 17-Jähriger mit Messerstichen verletzt
Am Samstagnachmittag ist es in Flensburg zu einer gewalttätigen Schlägerei mit rund 30 Jugendlichen gekommen. Die Auseinandersetzung, die in einer Innenstadt-Tiefgarage begann, endete mit schweren Stichverletzungen bei einem 17-Jährigen. Die Polizei ermittelt nun und bittet Zeugen, sich zu melden.
Der Vorfall eskalierte gegen 15:45 Uhr in einer Parkgarage nahe des Flensburger Stadtzentrums. Schnell entwickelten sich mehrere körperliche Auseinandersetzungen, bei denen nach Augenzeugenberichten einige Beteiligte Messer eingesetzt haben sollen. Später kam es laut Zeugen zu einer zweiten Schlägerei in der Nähe des Busbahnhofs, bei der angeblich ein Schlagring verwendet wurde.
Die Polizei rückte zügig mit mehreren Streifenwagen von Bundes- und Landeseinheiten an. Als die Beamten eintrafen, hatten sich viele der Beteiligten bereits vom Tatort entfernt. Fünf Personen wurden vorläufig zur Befragung festgehalten, bisher gab es jedoch keine Festnahmen.
Der verletzte Jugendliche musste mit tiefen Schnittwunden an den Unterarmen notoperiert werden. Mittlerweile konnte er das Krankenhaus wieder verlassen. Die Ermittler verfolgen auf Basis von Zeugenaussagen mehrere Spuren zu möglichen Tatverdächtigen.
Der Vorfall reiht sich in eine allgemeine Zunahme jugendlicher Gewalt in Flensburg ein. Zwischen 2021 und 2025 stiegen die Straftaten mit Verdächtigen unter 21 Jahren um etwa 15 Prozent – von 320 auf 368 Fälle. Zum Vergleich: In anderen schleswig-holsteinischen Städten wie Kiel ging die Zahl leicht zurück, während Lübeck nur einen moderaten Anstieg von 5 Prozent verzeichnete.
Die Behörden arbeiten weiterhin daran, den genauen Hergang der Tat zu rekonstruieren. Sie rufen alle Personen mit relevanten Informationen auf, sich umgehend bei der Polizei zu melden. Die Ermittlungen dauern an; die Beamten werten derzeit Zeugenaussagen und mögliche Beweismittel vom Tatort aus.






