Marzahn Pride 2024: "Sichtbarkeit ist Widerstand" gegen Queerfeindlichkeit und Rassismus
Gabriel HethurMarzahn Pride 2024: "Sichtbarkeit ist Widerstand" gegen Queerfeindlichkeit und Rassismus
Der Marzahn Pride-Umzug findet in diesem Jahr unter dem Motto „Sichtbarkeit ist Widerstand“ statt. Organisiert vom Verein Quarteera e.V. soll die Veranstaltung auf die Herausforderungen aufmerksam machen, mit denen queere Geflüchtete und Migrant:innen im Bezirk konfrontiert sind. Start ist um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten, wo unter anderem Vanessa Krah und Gordon Lemm Reden halten werden.
Im Jahr 2022 sah sich der Umzug mit Drohungen der rechtsextremen Gruppe Deutsche Jugend Voran (DJV) konfrontiert. Bisher gibt es für dieses Jahr jedoch keine konkreten Hinweise auf eine Mobilisierung rechtsextremer Kräfte gegen die Veranstaltung. Dennoch verzeichnete die Berliner Registerstelle für diskriminierende Vorfälle kürzlich einen Anstieg körperlicher Angriffe und rechtsextremer Propaganda in Marzahn.
Nach dem Umzug beginnt um 14:30 Uhr ein Stadtteilsfest mit Konzerten, DJs, Streetfood und weiteren Aktivitäten. Die Veranstaltung steht in einem größeren Trend: 2023 wurden fast die Hälfte aller Pride-Kundgebungen in Deutschland von rechtsextremen Gruppen angegriffen, gestört oder eingeschüchtert.
Der Umzug und das Fest sollen auf Diskriminierung in der Region aufmerksam machen. Die Organisator:innen hoffen, dass der Tag Sichtbarkeit und Solidarität stärkt. Das Ausbleiben bestätigter rechtsextremer Gegenproteste könnte in diesem Jahr für einen weitgehend störungsfreien Ablauf sorgen.






