Markus Söder und Robert Habeck vor dem Stockacher Narrengericht – ein satirisches Spektakel
Gesa EigenwilligStockacher Narren: Rush for Tickets for Söder Trial - Markus Söder und Robert Habeck vor dem Stockacher Narrengericht – ein satirisches Spektakel
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder muss in dieser Karnevalssaison vor dem Stockacher Narrengericht erscheinen. Der satirische Prozess
Das Stockacher Narrengericht blickt auf eine 675-jährige Tradition zurück und gilt bis heute als Höhepunkt der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Am Schmotzigen Dunschtig – dem Donnerstag vor dem Rosenmontag – stehen bei der Veranstaltung scharfsinnige Spötteleien und scheinbare Prozesse gegen Prominente auf dem Programm. In diesem Jahr wird Söder die Bühne mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck teilen.
Söder ist erst der zweite amtierende bayerische Ministerpräsident, der vor dem Gericht erscheint – nach Franz Josef Strauß im Jahr 1979. Zu den früheren „Angeklagten“ zählte auch Altkanzlerin Angela Merkel, die sich ebenfalls dem spielerisch-zuspitzenden Humor des Tribunals stellen musste. Die Verhandlung wird live im SWR übertragen, sodass ein größeres Publikum das Spektakel verfolgen kann. Die Beschuldigten müssen sich dabei übertriebenen Vorwürfen stellen, vorgetragen mit schnellem Witz. Die Beliebtheit der Veranstaltung ist enorm gestiegen; die Organisatoren vergleichen die Nachfrage nach Tickets mit der nach einem Top-Act der Musikszene. Der diesjährige Prozess verspricht eine weitere Runde hochkarätiger Satire in einer Tradition, die Geschichte mit moderner Politik verbindet.
Die Übertragung läuft im SWR und gibt den Zuschauern die Gelegenheit, Söders Reaktion auf den Gerichtshumor zu erleben. Als Teil eines alten Fasnetsbrauchs unterstreicht die Veranstaltung die Vorliebe der Region für politische Satire. Nun bereiten sich sowohl Söder als auch Habeck auf ihren Auftritt im Rampenlicht vor.
