Maria Happel und Paula Nocker: Wiener Theaterlegenden zwischen Freundschaft und Bühnenmagie
Gabriel HethurMaria Happel und Paula Nocker: Wiener Theaterlegenden zwischen Freundschaft und Bühnenmagie
Zwei der renommiertesten Schauspielerinnen Wiens, Maria Happel und Paula Nocker, verbinden nicht nur eine gemeinsame Bühnenkarriere – sie sind auch Nachbarinnen, deren Töchter im selben Stockwerk wohnen. Beide stecken derzeit mitten in den Proben für große Produktionen und meistern dabei jahrzehntelange Freundschaft und die anspruchsvolle Kunst des Schauspiels. Ihre Herangehensweisen an Theater und Leben offenbaren eine Mischung aus Bewunderung und spielerischer Reibung.
Maria Happel befindet sich in der Endphase der Vorbereitungen für Der heilige Falstaff am Burgtheater. Die österreichische Erstaufführung, inspiriert von Shakespeares Heinrich IV., ging so weit, dass sie sich für die Rolle sogar ein Tattoo stechen ließ. Seit über der Hälfte ihres Lebens lebt sie in Wien und sieht sich selbst als echte Wienerin. Ihre Karriere umfasste auch eine frühere Leitung des Reinhardt Seminars – eine Position, für die sie das Burgtheater verließ, die ihr aber nie wieder angeboten wurde.
Unterdessen probt Paula Nocker für Mythen des Alltags, eine Koproduktion des Volkstheaters und der Wiener Festwochen. Beide Schauspielerinnen setzen auf beharrliche Wiederholungen, um ihre Texte zu verinnerlichen, und verknüpfen dabei oft den Wortlaut mit körperlichen Bewegungen. Ihre beruflichen Wege kreuzten sich bereits 2010, als sie gemeinsam in Der Weg ins Freie in Reichenau auftraten.
Abseits der Bühne ist ihre Dynamik ebenso vielschichtig. Nocker schätzt Happels direkte Ehrlichkeit, auch wenn sie zugeben muss, dass diese mal erfrischend, mal nervend sein kann. Happel wiederum nimmt Kritik an – vorausgesetzt, sie wird mit Respekt vorgebracht.
Die beiden prägten und prägen weiterhin die Wiener Theaterszene, jede in hochkarätigen Projekten vertieft. Ihre gemeinsame Geschichte – von frühen Kooperationen bis zu den aktuellen Proben – spiegelt eine Verbindung wider, die professionelle Wertschätzung mit persönlicher Offenheit verbindet. Beide Inszenierungen werden bald Premiere feiern und damit ein weiteres Kapitel in ihren verwobenen Karrieren einläuten.






