Mainz 05 setzt mit erster Protokollführerin seit 200 Jahren neue Akzente

Sibilla Hartung
Sibilla Hartung
2 Min.
Ein Plakat, das ein Festival in M├╝nchen, Deutschland, ank├╝ndigt und ein Bild einer Frau mit einem menschlichen Gesicht zeigt, umgeben von anderen Menschen und B├Ąumen, mit Text.Sibilla Hartung

Frauen-Deb├╝t bei "Mainz bleibt Mainz" - Mainz 05 setzt mit erster Protokollführerin seit 200 Jahren neue Akzente

Die Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht-Faschingssitzung hat einmal mehr Satire und Tradition in perfektem Einklang vereint. Die diesjährige Ausgabe markierte einen historischen Einschnitt: Christina Grom übernahm als erste Frau seit fast 200 Jahren die Leitung des Protokolls. Neben bekannten Gesichtern und scharfen politischen Spitzen blieb die Karnevalssitzung ihren Wurzeln treu – und setzte gleichzeitig auf frische Impulse.

Jürgen Wiesmann kehrte für seinen 25. Auftritt als Ernst Lustig, die beliebte Karnevalsfigur, auf die Bühne zurück. Seine langjährige Rolle ist längst zum Markenzeichen der Mainz 05 Revue geworden und verbindet Humor mit regionalem Charme.

Die Veranstaltung bewies erneut ihren satirischen Biss, besonders bei Angriffen auf Politiker. Christina Grom nahm Bundeskanzler Friedrich Merz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump aufs Korn. Einer ihrer pointiertesten Witze schlug vor, der Himmel solle Trumps Ego mit der Gutenberg-Bibel "zusammenstauchen".

Trump ist seit Jahren ein wiederkehrendes Ziel der Mainz 05 Spötteleien. Seit 2016 persifliert die Sitzung seine Reden, Frisur und Politik – oft mit lokalem Mainz Bezug. 2024 weitete sich die Satire auf seinen Wahlkampf und seine Social-Media-Auftritte aus, wobei Figuren wie der Mainzer Trump für regionalen Witz sorgten.

Andreas Schmitt, der langjährige Moderator der Revue, beendete die Sitzung in seiner Rolle als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms. Sein Schlussakt enthielt einen scherzhaften Verweis auf Papst Leo XIV. und wünschte ihm Erfolg bei der Gleichberechtigung – mit der Vision einer künftigen Papstin Ulrike, die eines Tages den Segen Urbi et Orbi erteilen könnte.

Trotz aller Neuerungen blieb die Sitzung ihrer Tradition verhaftet. Die Mischung aus alten Bräuchen und neuen Ideen garantierte wieder den typischen Mainz Mix aus Respektlosigkeit und Feierlaune.

Die Karnevalssitzung 2024 schrieb Geschichte mit der ersten Protokollführerin seit fast zwei Jahrhunderten. Die Veranstaltung balancierte zwischen bewährten Abläufen und mutiger politischer Satire – und unterhielt das Publikum wie immer bestens. Einmal mehr festigte die Sitzung ihren Ruf als fester Bestandteil der deutschen Karnevalskultur.

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