14 June 2026, 08:23

Madrid verhängt Rekordstrafen wegen Lärmbelästigung im Stadion Metropolitano

Für die, die gleich rocken, wir verhängen eine Strafe: AC/DC's Metropolitano-Show kostet €80.800 wegen Lärmbelästigung

Madrid verhängt Rekordstrafen wegen Lärmbelästigung im Stadion Metropolitano

Der Stadtrat von Madrid hat Maßnahmen ergriffen, um sich über Lärmbeschwerden von Anwohnern in der Nähe des Stadion Metropolitano zu beugen. Bei mehreren Konzerten und Veranstaltungen im Jahr 2025 wurden die zulässigen Lärmgrenzen überschritten, was zu Bußgeldern und neuen Regelungen zur Eindämmung des Problems führte.

Im Jahr 2025 führte die Stadtverwaltung 29 Lärmkontrollen im Stadion durch. Bei vier davon wurden Verstöße festgestellt, während 14 Veranstaltungen vollständig den Vorschriften entsprachen. Die höchste Strafe wurde nach einem Konzert von AC/DC verhängt, bei dem die nächtlichen Lärmpegel fünf bis zehn Dezibel über dem erlaubten Limit lagen. Dieser „besonders schwere“ Verstoß zog ein Bußgeld von 80.800,80 Euro nach sich – das höchste, das 2025 für die Spielstätte verhängt wurde.

Zwei weitere Veranstaltungen erhielten geringere Strafen für leichtere Lärmüberschreitungen. Die Band Imagine Dragons wurde mit 500 Euro belegt, nachdem der nächtliche Lärmpegel um vier Dezibel zu hoch lag. Das Internationale Madcup-Jugendfußballturnier musste 180 Euro Strafe für eine ähnliche Überschreitung am Tag zahlen. Um die Lärmbelastung zu verringern, hat der Stadtrat 408 schallabsorbierende Paneele installiert und strengere Kontrollen für die Beschallungsanlagen eingeführt.

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Anwohner in der Nähe des Stadions klagen über Lärm, Verkehrsstaus, Parkplatzmangel, Vermüllung und Bewegungseinschränkungen während der Veranstaltungen. Normalerweise müssen Konzerte um Mitternacht enden, allerdings sind Verlängerungen an Freitagen, Samstagen und an Vorabenden von Feiertagen möglich. Die Staatsanwaltschaft der Provinz Madrid ermittelt nun wegen der Lärmbeschwerden, nachdem der Bürgerbeauftragte seine eigenen Untersuchungen eingestellt hatte.

Die Bußgelder und neuen Maßnahmen sollen den Veranstaltungbetrieb mit den Bedürfnissen der Anwohner in Einklang bringen. Die Behörden überwachen weiterhin die Lärmpegel und setzen die Vorschriften durch, um Störungen so gering wie möglich zu halten. Die laufenden Ermittlungen könnten zu weiteren Schritten führen, um die geäußerten Bedenken zu adressieren.

Quelle