Lufthansa baut Bodenpersonal in Dresden und Leipzig ab – 130 Jobs betroffen
Gesa EigenwilligLufthansa baut Bodenpersonal in Dresden und Leipzig ab – 130 Jobs betroffen
Lufthansa reduziert Bodenpersonal an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden
Die Lufthansa reduziert ihr Bodenpersonal an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden. Der Schritt folgt anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten und einer schwachen Erholung des Inlandsluftverkehrs seit der Pandemie. Bis Ende Oktober verlieren rund 130 Mitarbeiter der Tochtergesellschaften ASL und ASD ihre Stellen.
Die Entscheidung fällt in eine Zeit verschärfter Rahmenbedingungen für den Luftverkehr in Deutschland. Hohe staatliche Abgaben und steigende Betriebskosten haben das Fliegen teurer gemacht. Zudem schreiben die Tochterunternehmen seit geraumer Zeit keine Gewinne mehr.
Mit Beginn des Winterflugplans Ende Oktober übernehmen zwei neue Dienstleister die Abfertigungsaufgaben am Boden. Die Unternehmen Aviapartner und Groundforce, beide Töchter der Mitteldeutschen Flughafen AG, werden dann die Services für Lufthansa, Eurowings, Austrian Airlines und Swiss an den beiden Standorten durchführen. Betroffene Mitarbeiter erhalten im Rahmen einer sozialverträglichen Lösung überdurchschnittliche Abfindungen. Die Entlassungen werden mit Start des Winterflugplans wirksam.
Die Umstellung markiert einen tiefgreifenden Wandel in der Bodenabwicklung an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden. Der Rückzug der Lufthansa aus diesem Bereich spiegelt die übergeordneten Herausforderungen der deutschen Luftfahrtbranche wider. Die neuen Anbieter übernehmen künftig die Flugzeugabfertigung für die Airline und ihre Konzernmarken.
