Lothar Matthäus' gescheiterter Traum: Warum Real Madrid ihn 1991 doch nicht holte
Gabriel HethurLothar Matthäus' gescheiterter Traum: Warum Real Madrid ihn 1991 doch nicht holte
Lothar Matthäus stand 1991 kurz vor einem Wechsel zu Real Madrid – doch der Deal platzte in letzter Sekunde. Der deutsche Fußballlegende gab später zu, es bereut zu haben, nie das berühmte weiße Trikot tragen zu dürfen. Die gescheiterte Transfer bleibt eine der spektakulärsten Fast-Verpflichtungen der Fußballgeschichte.
Im Sommer 1991 schien der Wechsel bereits perfekt. Real Madrid hatte die Saison als Vizemeister in der Primera División hinter dem FC Barcelona beendet und wollte dringend aufrüsten. Die Wahl fiel auf Matthäus, der damals bei Inter Mailand unter Vertrag stand. Die Madrilenen boten eine Ablösesumme von 18 Millionen D-Mark. Die Verhandlungen waren so weit fortgeschritten, dass auch der Spieler selbst den Wechsel wollte.
Doch Inter Mailands Präsident, Ernesto Pellegrini, verweigerte die Freigabe für Matthäus. Berühmt wurde seine Aussage, er betrachte den Mittelfeldspieler wie ein Gemälde von Picasso – unveräußerlich und unersetzlich. Eine weitere Komplikation entstand, als sich Real Madrid und Inter Mailand im Streit um den chilenischen Stürmer Iván Zamorano entzweiten, was das Verhältnis der Vereine zusätzlich belastete.
Das endgültige Hindernis war das Geld. Trotz fortgeschrittener Gespräche konnten sich die beiden Clubs nicht auf eine Differenz von sechs Millionen Euro einigen. Mit dem gescheiterten Deal kehrte Matthäus 1992 zum FC Bayern München zurück. Seine Karriere blieb zwar glanzvoll, doch der Champions-League-Titel – die einzige große Trophäe, die in seiner Sammlung fehlte – entging ihm zweimal, 1987 und 1999.
Matthäus' Traum vom Wechsel zu Real Madrid erfüllte sich nie. Der gescheiterte Transfer hinterließ Spuren – der Spieler äußerte später sein Bedauern. Seine Laufbahn verlief ohne das weiße Trikot, und der Henkelpott blieb stets knapp außer Reichweite.






