Linksextremisten legen Berlin lahm: 45.000 Haushalte ohne Strom nach Sabotage
Senta ScheelPolizeigewerkschaft: Linksextremisten werden gewalttätiger - Linksextremisten legen Berlin lahm: 45.000 Haushalte ohne Strom nach Sabotage
Linksextremistischer Anschlag in Berlin: 45.000 Haushalte ohne Strom
Anfang Januar legten linksextremistische Brandstifter in Berlin einen Anschlag auf Hochspannungskabel, wodurch 45.000 Haushalte ohne Stromversorgung waren. Die bis dahin weitgehend unbekannte Gruppe Vulkan bekannte sich später zu der Sabotageaktion.
Es handelte sich um den ersten bekannten Angriff auf kritische Infrastruktur durch linksextremistische Kreise seit Jahren. Frühere Anschläge der Vulkan-Gruppe – die zwischen 2011 und 2014 aktiv war – richteten sich vor allem gegen Sachwerte von Konzernen wie Daimler und BASF. Seitdem waren keine vergleichbaren Vorfälle verzeichnet worden – bis zu diesem Jahr.
Die Ermittlungen der Behörden gegen die Gruppe liegen seit 2011 weitgehend auf Eis, ohne nennenswerte Fortschritte. Dirk Peglow, Vorsitzender der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), kritisierte die mangelnde Aufklärung und warnte vor einer Zunahme der Gewalt in der linksextremistischen Szene. Zudem hinterfragte er die Wirksamkeit einer vom damaligen Verkehrsminister Alexander Dobrindt ausgesetzten Belohnung von einer Million Euro – ein ungewöhnlich hoher Betrag, der seiner Meinung nach aus Verzweiflung angeboten wurde.
Peglow verwies auf tiefgreifende systemische Probleme, darunter die schlechte Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden der Länder. Selbst einfache Informationsanfragen würden noch über veraltete Methoden wie Fax abgewickelt, was die Reaktion auf potenzielle Bedrohungen verlangsame. Er forderte eine strategischere, langfristige Herangehensweise im Kampf gegen Extremismus und kritisierte, dass die aktuellen Maßnahmen zersplittert und rein reaktiv seien.
Die BDK hat wiederholt schärfere politische Maßnahmen gegen linksextremistische Gewalt gefordert. Peglow äußerte Zweifel, dass die Belohnung zu Ergebnissen führen werde, und verwies auf die geschlossene Loyalitätsstruktur und dezentrale Organisation der Szene.
Der Anschlag im Januar offenbarten Schwachstellen in der deutschen kritischen Infrastruktur. Die Behörden stehen vor anhaltenden Herausforderungen bei der Überwachung extremistischer Netzwerke – behindert durch veraltete Systeme und begrenzte länderübergreifende Zusammenarbeit. Die BDK drängt weiterhin auf Reformen und warnt, dass ohne eine einheitliche Strategie das Risiko weiterer Vorfälle bestehen bleibt.






