Leroy Sané im WM-Feuer: Warum die Kritik trotz starker Leistungen nicht verstummt
Gesa EigenwilligLeroy Sané im WM-Feuer: Warum die Kritik trotz starker Leistungen nicht verstummt
Leroy Sané steht in Deutschland wegen seines Wechsels zu Galatasaray und seiner Nominierung für die WM seit Wochen in der Kritik. Trotz seiner Leistungen auf dem Platz stellen viele Fans und Experten seine Berechtigung in der Nationalmannschaft infrage. Vor dem Turnier hat die Debatte noch einmal an Fahrt aufgenommen.
Die Kritik setzte ein, nachdem Sané zu Galatasaray wechselte – ihm wurde vorgeworfen, finanziellen Interessen Vorrang vor seiner Nationalmannschaftskarriere eingeräumt zu haben. Die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann, ihn dennoch in den WM-Kader zu berufen, löste weitere Empörung aus. Selbst ein klarer 7:1-Sieg gegen Curaçao brachte die Kritiker nicht zum Schweigen, die weiterhin an Sanés Leistungen zweifelten.
Dabei hatte der Flügelspieler maßgeblichen Anteil daran, dass Deutschland sich für die WM qualifizierte: Er traf zweimal und bereitete ein Tor im entscheidenden Spiel gegen die Slowakei vor. Auch im Testspiel gegen die USA vor dem Turnier erzielte er den Siegtreffer. Doch die Kritik riss nicht ab – selbst beim Aufwärmspiel in Stuttgart wurde er ausgebuht, als er eingewechselt wurde.
Mannschaftskollegen und Betreuer stellten sich hinter Sané. Joshua Kimmich und Nagelsmann lobten seinen Einsatz und seine defensiven Leistungen. İlkay Gündoğan argumentierte, dass ständige Kritik einen kreativen Spieler wie Sané einengen könne. Vor dem letzten Gruppenspiel gegen Ecuador wurde sogar Jamie Leweling nach seiner Meinung zu der anhaltenden Diskussion gefragt.
Sanés Beitrag zur Qualifikation und Vorbereitung der Mannschaft ist unbestritten – mit Toren und Vorlagen hat er Deutschland entscheidend geholfen. Doch die anhaltende Kritik zeigt, wie stark sein jedes Handeln unter der Lupe steht. Nun, da das Turnier beginnt, werden seine Leistungen besonders genau beobachtet werden.
