17 January 2026, 13:40

Leipzigs Connewitz am Samstag: Zwei Lager im Nahost-Streit auf Kollisionskurs

Eine Menschenmenge steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin, Deutschland, mit Fahnen und Plakaten in den Händen, auf der rechten Seite eine Fahne.

Demonstrationen: Linke Politiker fordern Entspannung - Leipzigs Connewitz am Samstag: Zwei Lager im Nahost-Streit auf Kollisionskurs

Zwei verfeindete Lager im Leipziger Stadtteil Connewitz stehen sich an diesem Samstag wegen unterschiedlicher Positionen zum Nahostkonflikt unversöhnlich gegenüber. Die geplanten Kundgebungen haben bereits regional für Aufmerksamkeit gesorgt, die Polizei rechnet mit einer angespannten Stimmung.

Beide Seiten haben ihre Anhänger mobilisiert, was Befürchtungen vor möglichen Ausschreitungen schürt.

Die eine Gruppe, das pro-palästinensische Kollektiv Handala Leipzig, wird unter dem Motto „Antifa heißt: Freies Palästina“ auf die Straße gehen. Unterstützt wird sie von Verbündeten wie Students for Palestine Leipzig. Ihre Demonstration richtet sich direkt gegen die sogenannte „antideutsche“ Szene, die eine ausgeprägt pro-israelische Haltung vertritt.

Auf der anderen Seite stehen Akteure wie die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel sowie Initiativen wie linXXnet und Conne Island. Die tiefen ideologischen Gräben zwischen den Lagern lassen die Konfrontation besonders brisant werden.

Die sächsische Linke hat unterdessen zu Besonnenheit aufgerufen. Zwar räumte die Partei die emotionale Brisanz der Themen ein, betonte jedoch die Notwendigkeit friedlicher Proteste. Gleichzeitig verurteilte sie jede Form von Hass – ob Antisemitismus oder antimuslimischer Rassismus – und warnte davor, dass interne Spaltungen rechtsextremen Kräften in die Hände spielen könnten.

Die Polizei hat ihre Präsenz massiv verstärkt und Kräfte aus anderen Bundesländern angefordert. Die Behörden kündigten an, Verstöße konsequent zu verfolgen, um eine Eskalation während der Demonstrationen zu verhindern.

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Die Kundgebungen finden am Samstag, dem 17. Januar 2026, statt – die Polizei ist in höchster Alarmbereitschaft. Die Linke wiederholte ihre Ablehnung jeglicher Diskriminierung und setzte sich für Dialog statt Spaltung ein. Ob es friedlich bleibt, hängt nun davon ab, ob beide Seiten die Aufrufe zu gewaltfreiem Verhalten beachten.