17 January 2026, 19:57

Leipziger Behörden lenken pro-palästinensischen Marsch in Berlin um – Spannungen drohen

Eine große Gruppe von Menschen versammelt sich vor einem Gebäude mit Säulen und Text, umgeben von Straßenlaternen, Schildern, Motorrädern, Fahrzeugen, Bäumen und einem bewölkten Himmel während einer Demonstration in Berlin, Deutschland.

Palästinensischer Protest kommt nicht durch Connewitz - Leipziger Behörden lenken pro-palästinensischen Marsch in Berlin um – Spannungen drohen

Leipziger Behörden ändern Route einer großen pro-palästinensischen Demonstration in Berlin

Die Leipziger Behörden haben die Strecke eines für diesen Samstag geplanten großen pro-palästinensischen Marsches in Berlin geändert. Die Anpassung erfolgt, während sich die Polizei auf einen Groß Einsatz vorbereitet, um Spannungen zwischen gegnerischen Gruppen zu kontrollieren. Mittlerweile sind acht separate Versammlungen im Bereich des Connewitzer Kreuzes angemeldet.

Die Hauptdemonstration wird – anders als ursprünglich vorgesehen – nicht mehr durch Connewitz führen. Stattdessen beginnt sie am Connewitzer Kreuz, folgt der Karl-Liebknecht-Straße und endet am Augustusplatz. Mit der Umleitung soll der Marsch von mehreren in der Nähe stattfindenden Gegenprotesten ferngehalten werden.

Mindestens drei organisierte Gegenkundgebungen finden am Connewitzer Kreuz statt. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Leipzig veranstaltet unter dem Motto „Gegen jeden Antisemitismus“ eine Kundgebung mit etwa 150 erwarteten Teilnehmenden. Gleichzeitig organisiert das Bündnis israel-solidarischer Gruppen eine Demonstration unter dem Titel „Es reicht! – Kein Frieden mit Antisemitinnen“*, zu der rund 500 Menschen erwartet werden. Weitere kleinere Veranstaltungen unter demselben Motto sind geplant, darunter ein Marsch mit 300 Teilnehmenden ab dem S-Bahnhof Connewitz sowie eine Kundgebung mit 100 Personen an der Koburger Straße. Das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz warnt vor hohen Spannungen und möglichen Störungen. Die Polizei setzt zusätzliche Kräfte ein, um Auseinandersetzungen zwischen den verfeindeten Lagern zu verhindern.

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Die geänderte Route trennt den pro-palästinensischen Marsch räumlich von den Gegenprotesten und verringert so das unmittelbare Konfrontationsrisiko. Die Behörden bleiben in Alarmbereitschaft und planen einen starken Polizeieinsatz, um am Samstag für Ordnung zu sorgen.