06 January 2026, 15:29

Kubicki und Strack-Zimmermann verwandeln Epiphanie-Oper in politischen *Muppet*-Roast

Ein Mann in einem rosa-weißen Kleid steht neben einem Rednerpult in einem Auditorium, mit Pflanzen und zwei Stühlen daneben und einer bunten Wand im Hintergrund.

Liberal Muppet Show: FDP Schwergewichte liefern Comedy-Act - Kubicki und Strack-Zimmermann verwandeln Epiphanie-Oper in politischen *Muppet*-Roast

Epiphanie-Oper in Stuttgart: FDP-Politiker verwandeln Festakt in satirische Abrechnung

Die traditionelle Epiphanie-Opernveranstaltung in Stuttgart nahm in diesem Jahr eine unerwartete Wendung. Die FDP-Politiker Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann machten aus der feierlichen Runde eine satirische Abrechnung im Stil der Muppet Show – mit scharfen Witzen über politische Gegner und internationale Spannungen, die sowohl Gelächter als auch Kontroversen auslösten.

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Kubicki eröffnete mit einer provokanten Bemerkung zu russischen Drohungen. Mit Bezug auf die jüngste Äußerung Dmitrij Medwedews, wonach Bundeskanzler Friedrich Merz entführt werden könnte, konterte Kubicki, der ehemalige russische Präsident solle sich doch lieber den Linken-Co-Vorsitzenden Jan van Aken als Geisel nehmen. Der Witz spielte auf Medwedews Interview mit der Nachrichtenagentur Tass an, in dem er die hypothetische Entführung mit der Festnahme Nicolás Maduros in Venezuela verglichen hatte.

Anschließend richtete Kubicki den Fokus auf die Innenpolitik. Er kritisierte van Aken für dessen „Scherze“ über das „Erschießen der Reichen“ und die „Enteignung von Milliardären“ und warnte, solche Rhetorik könnte linksextreme Gewalttäter bestärken. Ohne die Gefahren zu verharmlosen, fügte er hinzu, dass linke Straftaten oft als Dienst an einer „höheren Sache“ gerechtfertigt würden – eine Aussage, die beim Publikum gemischte Reaktionen hervorrief. Strack-Zimmermann spielte den satirischen Ton weiter und wies Vergleiche mit Miss Piggy, der selbstbewussten Figur aus den Muppets, von sich. Stattdessen schlüpfte sie scherzhaft in die Rolle der Moderatorin und bezeichnete Kubicki als Kermit, den ruhigen, aber schlagfertigen Gastgeber der Show. Ihr Wortgefecht hielt die Gäste bei Laune, doch nicht alle mochten die politische Schärfe.

Unterdessen reagierte die Bundesregierung mit scharfen Worten auf Medwedews ursprüngliche Äußerungen. Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille verurteilte die Drohungen gegen Merz in unmissverständlichen Worten: „Solche Drohungen verurteilen wir auf das Schärfste.“ Die Stellungnahme unterstrich die Ernsthaftigkeit der diplomatischen Spannungen – ein Kontrast zum lockeren Ton der Stuttgarter Veranstaltung.

Die Epiphanie-Feier endete mit einer Mischung aus Heiterkeit und Unbehagen. Kubickis und Strack-Zimmermanns Muppet-Roast sorgte für Unterhaltung, legte aber auch tiefe politische Gräben offen. Gleichzeitig erinnerte die harte Reaktion der Regierung auf Medwedews Aussagen daran, dass hinter den Abendscherzen reale Konflikte stehen.