Kretschmer nennt EU-Gasverbot gegen Russland einen „strategischen Fehler“
Gabriel HethurKretschmer: EU-Entscheidung zum russischen Gas ein Fehler - Kretschmer nennt EU-Gasverbot gegen Russland einen „strategischen Fehler“
Kretschmer: EU-Entscheidung zu russischem Gas ist ein Fehler
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Pläne der EU, russische Gasimporte dauerhaft zu verbieten, scharf kritisiert. Die vom Europäischen Parlament unterstützte Entscheidung sieht vor, alle russischen Gaslieferungen bis Ende 2027 einzustellen – selbst wenn die Kampfhandlungen in der Ukraine vorher enden sollten. Kretschmer nannte den Schritt "unverständlich" und warnte, er könnte die langfristige Energiestrategie Europas gefährden.
Das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten einigten sich auf einen rechtlich verbindlichen Ausstieg aus dem russischen Gas, ohne Ausnahmen nach einem Waffenstillstand. Begründet wird das Verbot mit der Notwendigkeit, die Sicherheit und Stabilität der EU zu schützen, indem die Energieabhängigkeit von Russland beendet wird. Strenge Sanktionen bleiben bestehen, und eine Aussetzung des Verbots käme nur im Falle einer echten Gaskrise infrage.
Der EU-Plan stellt sicher, dass keine russischen Gasimporte wiederaufgenommen werden – auch nicht nach einem Waffenstillstand. Das Verbot soll die Energiesicherheit stärken und die Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten verringern. Kritiker wie Kretschmer warnen jedoch, dass es die Flexibilität einschränken und langfristig höhere Umweltkosten verursachen könnte.
