06 January 2026, 05:05

Kopf-an-Kopf-Rennen: AfD und Union liegen gleichauf vor der Bundestagswahl 2025

Eine nächtliche Straßenszene in der Stadt mit Gebäuden, Fahrzeugen, Pfählen, Lampen, Gittern, Bäumen und einer Skulptur unter einem dunklen Himmel.

Kopf-an-Kopf-Rennen: AfD und Union liegen gleichauf vor der Bundestagswahl 2025

Neue Umfragedaten vom frühen Januar 2026 zeigen verschobene Wählerpräferenzen in Deutschland vor der Bundestagswahl 2025. Laut einer INSA-Erhebung liegt die AfD knapp vor den Unionsparteien (CDU/CSU), wobei beide bei etwa 25–26 Prozent liegen. Gleichzeitig gewinnen taktische Wahlstrategien – eingesetzt, um bestimmte Parteien zu blockieren oder Koalitionen zu stärken – an Bedeutung, nachdem sie bei jüngsten Landtagswahlen eine entscheidende Rolle spielten.

Die INSA-Umfrage, durchgeführt zwischen dem 30. Dezember 2025 und dem 2. Januar 2026, sieht die AfD bei 26 Prozent, nur einen Punkt vor dem CDU/CSU-Bündnis mit 25 Prozent. Die SPD folgt mit 14 Prozent, während Bündnis 90/Die Grünen und die Linke jeweils bei 11 Prozent liegen. Kleinere Parteien wie die BSW und die FDP kommen auf jeweils 4 Prozent, andere Parteien auf 5 Prozent. Diese Zahlen weichen leicht von einer Politbarometer-Umfrage aus dem Dezember 2025 ab, die die Union mit 26 Prozent vor der AfD (25 Prozent) sah.

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Taktisches Wählen ist zu einem wiederkehrenden Merkmal deutscher Wahlen geworden. 2024 wurden Wähler in Sachsen und Thüringen dazu aufgerufen, gezielt bestimmte Parteien zu unterstützen, um Zuwächse der AfD zu verhindern und demokratische Koalitionen zu ermöglichen. Manche Anhänger kleinerer Parteien zögern nun, aus Sorge, ihre Stimme könnte "verschenkt" sein, falls ihre bevorzugte Partei an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert. Die kleineren Parteien reagieren darauf mit eigenen taktischen Ansätzen: Dazu gehören der Gewinn von Direktmandaten, um Sitze im Parlament zu sichern, oder das "Ausleihen" von Stimmen an Koalitionspartner. Solche Strategien zielen darauf ab, Einfluss zu maximieren – selbst bei geringer Gesamtunterstützung.

Die jüngsten Umfragen unterstreichen das enge Rennen zwischen AfD und Union. Taktisches Wählen, bereits in Landtagswahlen erprobt, könnte das Ergebnis der Bundestagswahl 2025 weiter prägen. Angesichts der strategischen Bemühungen kleinerer Parteien könnten die Entscheidungen der Wähler künftig nicht nur von inhaltlichen Präferenzen abhängen.