05 June 2026, 14:57

Kirsten Bruhn: Vom Unfall zur Paralympics-Legende und Inklusionskämpferin

Paralympicsiegerin Kirsten Bruhn wird Ehrenbürgerin

Kirsten Bruhn: Vom Unfall zur Paralympics-Legende und Inklusionskämpferin

Kirsten Bruhn, eine schon früh entschlossene Athletin, meisterte lebensverändernde Herausforderungen und wurde zu einer der gefeiertesten Paralympionikinnen Deutschlands. Ihr Weg begann im Schwimmbecken – bereits mit drei Jahren. Doch ein Motorradunfall im Jahr 1991 sollte ihr Leben grundlegend verändern und ihre Leidenschaft für den Schwimmsport neu entfachen.

Als jüngstes von fünf Geschwistern wuchs Bruhn mit dem Antrieb auf, sich zu beweisen – auch wegen ihrer kleinen Statur. Ihr Vater, ein Polizist, brachte sie früh mit dem Schwimmen in Kontakt. Schon als Teenager trainierte sie täglich sechs Stunden – nicht, weil ihre Eltern sie dazu drängten, sondern weil sie den Sport liebte.

Ein Motorradunfall 1991 hinterließ bei ihr eine Behinderung, doch während der Rehabilitation fand sie zurück ins Wasser. Dort entdeckte sie ihr Talent und ihren Ehrgeiz wieder. Ihre harte Arbeit zahlte sich aus: Bei den Paralympics holte sie zwei Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen.

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Über den Sport hinaus setzte sich Bruhn engagiert für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein. Sie arbeitete für eine Krankenkasse und hinterfragte gesellschaftliche Vorurteile. Ihr Credo: Im Mittelpunkt sollten die Fähigkeiten stehen, nicht die Grenzen. Ihre Widerstandskraft und ihr offenes Auftreten inspirierten sogar einen Film des Landes Schleswig-Holstein, das ihr später als zweite Frau die Ehrenbürgerschaft verlieh.

Ihre Familie, besonders ihr Vater, stand ihr stets zur Seite und unterstützte sie bedingungslos – ob im Becken oder im Kampf gegen Barrieren.

Bruhns Geschichte ist eine der Beharrlichkeit: vom ehrgeizigen Nachwuchsschwimmerin über paralympische Erfolge bis hin zu ihrem Einsatz für Inklusion. Als Ehrenbürgerin Schleswig-Holsteins kämpft sie weiterhin für eine Welt, die Menschen mit Behinderung nach ihrem Potenzial beurteilt – und nicht nach ihren Einschränkungen.

Quelle