14 April 2026, 00:33

Kik schließt 300 Filialen in Europa – 2.200 Jobs in Deutschland betroffen

Eine belebte Straßenecke mit einem internationalen Discounter, mehreren Gebäuden, Fahrzeugen, Verkehrszeichen, Straßenmöbeln, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Kik schließt 300 Filialen in Europa – 2.200 Jobs in Deutschland betroffen

Discounter Kik plant Schließung von 300 Filialen in Europa bis Ende 2026

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Der deutsche Textildiscounter Kik wird bis Ende 2026 rund 300 Standorte in Europa schließen. Damit reduziert das Unternehmen sein Filialnetz um 225 Geschäfte, wobei allein 135 davon in Deutschland betroffen sind. Gleichzeitig geht der Führungswechsel weiter: Im Juni übernimmt ein neuer Vorstandsvorsitzender die Geschäfte.

Die vergangenen Monate waren für den Händler von Turbulenzen geprägt. Im September 2025 verließ der damalige CEO Patrick Zahn das Unternehmen nach Differenzen mit dem Eigentümer, der Tengelmann-Gruppe. Bereits zuvor hatten der Finanzvorstand Rüdiger Hartmann und der Betriebsleiter Dirk Ankenbrand Kik verlassen. Als Übergangslösung sprang Christian Kümmer ein, der zuvor bei der Futtermittelkette Fressnapf tätig gewesen war.

Mit dem anstehenden Wechsel an der Spitze übernimmt im Juni Ulrich Hanfeld die Führung. Hanfeld bringt Erfahrung vom Konkurrenten NKD mit, wo er über sechs Jahre als CEO wirkte. Zuletzt leitete er fast zwei Jahre lang die österreichische Sportartikelkette Hervis, bevor diese Anfang 2026 verkauft wurde. Ein Branchenkenner bezeichnete ihn als versierten Verkäufer, merkte jedoch an, dass Sanierungserfahrung nicht zu seinen Hauptstärken gehöre.

Trotz der Umstrukturierung wies Tengelmann-Managerin Jela Götting Spekulationen über einen bevorstehenden Verkauf von Kik zurück. Die Filialschließungen werden jedoch etwa 2.200 Arbeitsplätze in Deutschland kosten, da das Unternehmen seine Aktivitäten zurückfährt.

Durch die Restrukturierung verringert Kik bis Ende 2026 seine Präsenz in Europa um 225 Standorte. Die Ernennung von Ulrich Hanfeld zum CEO markiert einen weiteren Führungswechsel, während das Unternehmen finanzielle Herausforderungen bewältigt. Die Schließungen und Entlassungen werden das Gesicht des Händlers in Deutschland und darüber hinaus nachhaltig verändern.

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