KI revolutioniert den Bergbau: Wie Mine.IO in Freiberg Nachhaltigkeit vorantreibt
Sibilla HartungKI revolutioniert den Bergbau: Wie Mine.IO in Freiberg Nachhaltigkeit vorantreibt
Ein neues Forschungsprojekt namens Mine.IO digitalisiert den Bergbau und fördert Nachhaltigkeit
An der Technischen Universität Bergakademie Freiberg angesiedelt, setzt die Initiative Mine.IO auf KI und Echtzeitdaten, um digitale Zwillinge komplexer Bergbauprozesse zu erstellen. Erste Tests laufen bereits an einem Pilotstandort in Freiberg, Deutschland.
Am Forschungs- und Lehrbergwerk "Reiche Zeche" kommt ein mit Sensoren ausgestatteter Bohrturm zum Einsatz, der während der Erkundung Daten sammelt. Diese werden an eine Cloud-Plattform übermittelt, wo eine KI sie sofort auswertet.
Bisher wurden zwei Bohrlöcher vollständig abgeteuft, und die gewonnenen Daten halfen, das KI-System weiterzuentwickeln. Die Technologie erstellt ein detailliertes geologisches Profil jedes Bohrlochs und sagt voraus, wann Bohrköpfe optimal ausgetauscht werden sollten – das reduziert Stillstandszeiten und Abfall. In den kommenden Monaten sollen mindestens drei weitere Bohrlöcher abgeteuft werden, um zusätzliche Daten zu gewinnen.
Mine.IO untersucht jeden Schritt der bergbaulichen Wertschöpfungskette – von der Erkundung bis zur Förderung. Langfristig soll der Bergbau so ins Zeitalter der Industrie 4.0 geführt werden, um Ressourcennutzung effizienter und nachhaltiger zu gestalten.
Die ersten Versuche zeigen Fortschritte bei der Erstellung digitaler Zwillinge für Bergbauprozesse. Echtzeit-KI-Analysen und sensorbestückte Bohranlagen verbessern bereits jetzt die Entscheidungsfindung am Standort Freiberg. Bei Erfolg könnte die Technologie den Bergbau in ganz Europa revolutionieren.
