KI-Revolution in Fabriken: Wie Accenture, Microsoft und Avanade die Produktion neu erfinden
Gesa EigenwilligKI-Revolution in Fabriken: Wie Accenture, Microsoft und Avanade die Produktion neu erfinden
Accenture, Avanade und Microsoft entwickeln KI-gestütztes Fabriksystem
Ein neues, auf künstlicher Intelligenz basierendes System für die Industrie wird derzeit von den Unternehmen Accenture, Avanade und Microsoft entwickelt. Die Technologie soll die Fertigung revolutionieren, indem sie Mitarbeiter, Maschinen und Daten in Echtzeit vernetzt. Erste Tests laufen bereits in Zusammenarbeit mit großen Industrieunternehmen.
Das als "Agentic Factory" (intelligente Fabrik) bezeichnete System setzt KI-Assistenten ein, um das Fabrikpersonal bei täglichen Aufgaben zu unterstützen. Diese Assistenten führen erste Statusprüfungen durch, diagnostizieren Probleme und leiten Operatoren bei der Fehlerbehebung an. Sie analysieren Live-Produktionsdaten, das bisherige Maschinenverhalten sowie betriebliche Zusammenhänge, um Störungen präzise zu identifizieren und Lösungsvorschläge zu unterbreiten.
Die Plattform basiert auf der Factory Agents and Analytics-Lösung von Accenture und Avanade und läuft auf Microsoft Azure, Fabric, Foundry und Copilot. Zwei globale Hersteller testen das System bereits unter Realbedingungen. Kruger Inc., ein führender nordamerikanischer Produzent von Tissue- und Recyclingpapier, erwartet durch die Technologie eine Verkürzung der Reparaturzeiten um 10 bis 15 Prozent – was jährlich Millionenersparnisse bringen soll. Nissha Metallizing Solutions, weltweit größter Anbieter von metallisiertem Verpackungspapier, rechnet hingegen mit weniger Ausschuss und weniger unerwarteten Produktionsstillständen.
Edoardo Palmo, Betriebsleiter bei Nissha, betonte das Potenzial für einen reibungsloseren Produktionsablauf. Eric Ashby, Betriebsdirektor von Kruger, hob die finanziellen Vorteile durch schnellere Reparaturen und reduzierte Ausfallzeiten hervor.
Die "Agentic Factory" ist darauf ausgelegt, die Zusammenarbeit zwischen menschlichen Mitarbeitern und KI-gestützten Werkzeugen zu optimieren. Durch die Verringerung von Reparaturverzögerungen und unplanmäßigen Stillständen streben frühe Anwender wie Kruger und Nissha eine Steigerung der Effizienz und Senkung der Kosten an. Die Einführung des Systems könnte einen Wandel darin einläuten, wie Fabriken Automatisierung und menschliches Fachwissen miteinander verbinden.






