23 December 2025, 15:35

Kampagne gegen Bürgermeister bleibt ohne Folgen

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Polen, Straßen, Fahrzeugen und Himmel.

Kampagne gegen Bürgermeister bleibt ohne Folgen

Thomas Zschornak, der ehemalige Bürgermeister von Nebelschütz in Sachsen, hat nach einer Diffamierungskampagne gegen ihn im Jahr 2022 jahrelange juristische Auseinandersetzungen durchstanden. Anonyme Flugblätter, Websites und Handzettel warfen ihm vor, die Stadt durch Finanzmissmanagement in die Schuldenfalle geführt zu haben. Trotz seiner Bemühungen um Gerechtigkeit haben die Ermittler das Verfahren nun mangels Beweisen eingestellt.

Die Kampagne gegen Zschornak begann im Frühjahr 2022, als anonym verbreitete Materialien falsche Behauptungen über seine Amtsführung aufstellten. Er reagierte mit einer Strafanzeige, die er bereits 2019 – zunächst gegen unbekannte Täter – einreichte und später zwei Personen, André Bulang und Mirko Domaschke, als Verdächtige nannte. Die Vorwürfe umfassten Verleumdung, üble Nachrede und Verletzung des Dienstgeheimnisses.

Es folgte eine Untersuchung, doch es fanden sich keine Belege für Fehlverhalten oder persönliche Bereicherung Zschornaks. Stattdessen stellte die Staatsanwaltschaft Görlitz das Verfahren ein – mit der Begründung, es gebe keine ausreichenden Beweise, um die Verantwortlichen der Hetzkampagne zu belasten. Zschornak focht diese Entscheidung an, doch die Generalstaatsanwaltschaft Dresden bestätigte das Urteil und wies seine Beschwerde zurück.

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Während des gesamten Prozesses blieb Zschornak seinen Werten – Transparenz und Nachhaltigkeit – treu, für die er sich bereits als Bürgermeister eingesetzt hatte. Sein Engagement für sozialen Zusammenhalt und ökologische Projekte brachte ihm Unterstützung ein, darunter auch von Sachsens stellvertretender Ministerpräsidentin Petra Köpping, die die Angriffe auf Kommunalpolitiker öffentlich verurteilte. Trotz der ausbleibenden Konsequenzen für die Täter weicht Zschornak nicht zurück: Er gründete die Stiftung Enkeltauglich, um regionale Nachhaltigkeitsinitiativen zu fördern. Gleichzeitig äußerte er die Sorge, dass die Straflosigkeit der Verantwortlichen andere davon abhalten könnte, öffentliche Ämter wie das des Bürgermeisters zu übernehmen.

Das Verfahren gegen seine Ankläger wurde eingestellt – ohne rechtliche Folgen für die Drahtzieher der Kampagne. Zschornak konzentriert sich nun auf seine Stiftung, erwägt aber weitere rechtliche Schritte. Das Ergebnis bleibt: Die Diffamierungskampagne ist ungeklärt, und niemand wurde für die Angriffe zur Rechenschaft gezogen.