19 June 2026, 12:24

Jan van Aken verlässt den Linken-Vorsitz – ein Rückblick auf seine prägende Amtszeit

Bald wieder im Hoodie zu sehen

Jan van Aken verlässt den Linken-Vorsitz – ein Rückblick auf seine prägende Amtszeit

Jan van Aken tritt als Vorsitzender der Linken zurück. Seine Amtszeit war kurz, aber prägend – er formte die Ausrichtung und das öffentliche Bild der Partei maßgeblich. Als sein Nachfolger gilt Luigi Pantisano.

Van Aken und Ines Schwerdtner übernahmen die Führung, als die Linke in Umfragen nur noch bei mageren 2 bis 3 Prozent lag. Durch ihr Engagement stieg die Unterstützung bis zur Bundestagswahl im Februar 2025 auf 8,8 Prozent. In dieser Phase wechselten über 700.000 Wähler zur Linken, darunter viele enttäuschte Grünen-Anhänger.

Bekannt für seine direkte, oft schroffe Rhetorik, setzte van Aken mit markigen Aussagen Akzente. Im Mai 2026 drohte er öffentlich dem Wohnungsriesen Vonovia, dem er illegale Mietpreiserhöhungen und „mafiaähnliche Strukturen“ vorwarf. Er kündigte an, aus Protest auf dessen Dach zu klettern.

Bei seiner letzten Pressekonferenz präsentierte van Aken überraschend eine schwarze Kiste, die er bisher unter dem Tisch versteckt gehalten hatte. Den Journalisten gestand er zudem, dass er und Schwerdtner sie „zwei Jahre lang an der Nase herumgeführt“ hätten. Dennoch lobte er ihre Arbeit als „absolut herausragend“.

Gemeinsam mit Heidi Reichinnek verhalf van Aken der Linken zu mehr Glaubwürdigkeit in der Außenpolitik. Ihr Kurs sprach besonders ältere Wähler an und erweiterte so die Basis der Partei.

Unter van Akens Führung stiegen die Umfragewerte der Linken deutlich. Sein konfrontativer Stil und strategische Züge hinterließen Spuren. Nun wird der Übergang zu Pantisano zeigen, ob dieser Schwung anhält.

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