Italo droht Verzögerung: Bahn-Streit blockiert Deutschland-Start bis 2028
Gabriel HethurItalo droht Verzögerung: Bahn-Streit blockiert Deutschland-Start bis 2028
Italo, der italienische Hochgeschwindigkeitszugbetreiber, will bis 2028 auf den deutschen Markt expandieren. Doch ein Streit mit der Deutschen Bahn über den Zugang zum Schienennetz verzögert die Pläne. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens hat nun Bedenken wegen der stockenden Verhandlungen geäußert.
Italo hatte angekündigt, innerhalb der nächsten vier Jahre Verbindungen in Deutschland aufnehmen zu wollen. Damit würde das Unternehmen erstmals auf dem deutschen Markt aktiv werden und der Deutschen Bahn auf ihren Fernstrecken Konkurrenz machen.
Die Gespräche zwischen den beiden Unternehmen sind jedoch an den Bedingungen für die Nutzung der deutschen Schieneninfrastruktur gescheitert. Italo-Chef Gianbattista La Rocca warnte, dass ohne eine Einigung die Deutsche Bahn ihr Monopol im Fernverkehr behalten werde. Er forderte die Regulierungsbehörden auf, einzugreifen und für einen fairen Zugang zu den Gleisen zu sorgen.
Der Konflikt dreht sich um Preise, Fahrplangestaltung und betriebliche Auflagen. Italo argumentiert, dass die aktuellen Bedingungen die Deutsche Bahn begünstigten und es neuen Anbietern erschwerten, sich auf dem Markt zu behaupten. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnte der für 2028 geplante Start von Italo in Deutschland gefährdet sein. Die Entscheidung wird auch zeigen, ob der deutsche Fernverkehrsmarkt weiterhin von einem einzigen Anbieter dominiert bleibt. Eine Klärung wird in den kommenden Monaten erwartet.






