21 February 2026, 03:08

Iris Berben: Warum sie mit 75 Jahren bewusst auf die Ehe verzichtet

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer vielfältigen Gruppe von Frauen, mit einer sitzenden Frau in der Mitte und einem Text unten, der "Die Frauenwahlrechtsbewegung" lautet.

Iris Berben: Sahen Keinen Grund für Heirat - Iris Berben: Warum sie mit 75 Jahren bewusst auf die Ehe verzichtet

Schauspielerin Iris Berben lebt seit Jahrzehnten nach ihren eigenen Regeln. Mit 75 Jahren ist sie unverheiratet – nicht aus prinzipieller Ablehnung der Ehe, sondern weil ihr Unabhängigkeit über alles geht. Ihre Haltung spiegelt ein lebenslanges Bekenntnis zur persönlichen Freiheit wider, geprägt von den starren gesellschaftlichen Normen der 1960er-Jahre.

In den 1960er-Jahren schrieb das deutsche Recht vor, dass verheiratete Frauen für eine Vollzeitstelle die Erlaubnis ihres Ehemanns benötigten. Berben empfand dies als erstickende Einschränkung, die sie nicht hinnehmen wollte. Die sozialen und politischen Bewegungen jener Zeit bestärkten sie darin, traditionelle Rollenbilder abzulehnen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Die Rechtsordnung holte schließlich auf: Das 1977 verabschiedete Gleichberechtigungsgesetz schaffte die Erlaubnispflicht ab, und spätere Reformen wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz von 1994 trieben die Gleichstellung am Arbeitsplatz voran. Doch Berbens persönliche Entscheidungen blieben konsequent. Seit fast 20 Jahren teilt sie ihr Leben mit ihrem Partner Heiko Kiesow – ohne Trauschein.

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Ihre Haltung ist kein pauschales Nein zur Ehe, sondern Ausdruck eines tief verwurzelten Glaubens an Selbstbestimmung, ein Prinzip, das sie seit ihrer Jugend vertritt.

Heute steht Berbens Leben für den Fortschritt, für den sie einst kämpfte. Sie bleibt unverheiratet aus Überzeugung, nicht aus Zwang. Die rechtlichen Hürden, die einst die Unabhängigkeit von Frauen beschränkten, sind gefallen – doch ihr Einsatz für persönliche Freiheit besteht weiter.