02 January 2026, 04:46

Ingolstadt kündigt Kita-Vereinbarung – Eltern und Träger in Sorge vor ungewisser Zukunft

Zwei Babys schlafen in einem orange-schwarzen Babywagen mit weißen, roten und blauen Flaggen im Hintergrund und pinken Decken unten.

Ingolstadt kündigt Kita-Vereinbarung – Eltern und Träger in Sorge vor ungewisser Zukunft

Ingolstadt kündigt Grundvereinbarung mit freien Kita-Trägern – Verunsicherung in der Stadt

Die Stadt Ingolstadt hat ihre Grundvereinbarung mit freien Trägern von Kindertageseinrichtungen fristgemäß gekündigt und damit in der gesamten Stadt für Unsicherheit gesorgt. Die am 27. Juni 2025 bekannt gegebene Entscheidung tritt zum 31. Dezember 2025 in Kraft, doch die Stadtverwaltung betont, dass bestehende Betreuungsverträge auch darüber hinaus Gültigkeit behalten. Oberbürgermeisterin Vicki Felthaus stellte klar, dass es mit dem Schritt weder um Schließungen noch um Personalabbau gehe, sondern um die Durchsetzung eines gerechteren Finanzierungsmodells für die Träger.

Die Kündigung löste bei den Betroffenen umgehend Besorgnis aus – viele fragten sich, ob bis zum 1. Oktober 2025 überhaupt eine neue Vereinbarung zustande kommen könne. Als Reaktion reichte die CDU-Fraktion am 24. September 2025 eine Dringlichkeitsanfrage ein, um Klarheit über die Folgen der Entscheidung zu erhalten. Die Stadtverwaltung hat seitdem mehrere Gesprächsrunden, Informationsveranstaltungen und Abstimmungen mit Trägern sowie politischen Vertretern organisiert, um die Auswirkungen abzufedern.

Ein zentraler Verhandlungstermin mit den freien Trägern ist nun für den 26. September 2025 angesetzt, mit dem Ziel, noch vor Jahresende eine neue Regelung zu treffen. Im Mittelpunkt des städtischen Vorschlags steht die Ablösung der bisherigen Pauschalförderung durch ein transparentes System, das sich an den Spitzenauslastungszeiten orientiert. Gleichzeitig wiesen die Verantwortlichen darauf hin, dass die Finanzierung des pädagogischen Personals rechtlich durch das Sächsische Kita-Gesetz (KitaG) geschützt bleibe – Kürzungen bei essenziellen Stellen seien damit ausgeschlossen.

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Felthaus betonte erneut, dass die Kündigung nicht mit Einsparungen bei Leistungen oder Schließungen von Einrichtungen einhergehe. Vielmehr solle verhindert werden, dass freie Träger unnötige Kostensteigerungen tragen müssten, während gleichzeitig Verwaltungsstrukturen verschlankt werden. Trotz dieser Zusagen fehlen bisher konkrete Entwürfe für ein faires Finanzierungskonzept – auch wurden keine verantwortlichen Akteure für die Neugestaltung öffentlich benannt.

Die Beendigung der Vereinbarung hinterlässt die Träger bis zum Stichtag 31. Dezember ohne klare Perspektive auf ein neues Rahmenwerk. Zwar garantiert die Stadt, dass alle bestehenden Betreuungsverträge und Personalmittel gesichert sind, doch der Druck für eine reformierte Lösung bleibt bestehen. Die anstehenden Verhandlungen Ende September werden zeigen, ob rechtzeitig eine tragfähige Einigung gelingt.