15 March 2026, 08:23

Infineon startet Großoffensive: 1.000 Jobs für Dresdner Hightech-Fabrik bis 2026

Eine Zeichnung einer Fabrik mit einer großen zentralen Maschine, umgeben von diverser Ausrüstung, einem Wagen, einem Tisch, einem Stuhl, einer Tafel mit der Aufschrift "American Foundry Equipment Co, Indiana", Fenstern und Deckenlampen.

Infineon startet Großoffensive: 1.000 Jobs für Dresdner Hightech-Fabrik bis 2026

Infineon baut seinen Standort Dresden massiv aus und startet eine große Einstellungsoffensive für seine neue "Smart Power Fab"-Fabrik. Bis zum Herbst 2026, wenn die Produktion anlaufen soll, will das Unternehmen über 1.000 Mitarbeiter beschäftigen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer wachsenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur und Leistungselektronik in ganz Europa.

Die neue Fabrik wird sich auf Leistungselektronik konzentrieren – ein zentraler Bereich für moderne Rechenzentren. Infineon strebt an, die Belegschaft bis zum Produktionsstart Ende 2026 voll einsatzbereit zu haben, um die steigende Nachfrage im KI-Sektor zu bedienen. Analysten prognostizieren, dass die fünf größten Hyperscaler der Welt bis dahin mehr als 700 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur investieren werden.

Die Rekrutierungskampagne richtet sich an Instandhaltungstechniker, Anlagenbediener und spezialisierte Ingenieure. Auch Quereinsteiger sind ausdrücklich willkommen – ein Zeichen für den anhaltenden Fachkräftemangel in der Halbleiterbranche. Unterdessen hat Microsoft bereits 3,2 Milliarden Euro in drei Rechenzentren in der Rheinland-Region investiert, was die wachsende Bedeutung Deutschlands für die digitale Infrastruktur unterstreicht.

Infineons Expansion fällt in eine Phase verschärften Wettbewerbs in Europa. Unternehmen wie X-Fab bauen ihre Kapazitäten ebenfalls aus, was den Kampf um die technologische Führerschaft weiter anheizt. Trotz des Wachstums verlor die Infineon-Aktie im vergangenen Monat jedoch nahezu 9 % und schloss am Freitag bei 39,77 Euro, während der 200-Tage-Durchschnitt bei 37,00 Euro als nächste Unterstützungsmarke gilt.

Das Dresdner Werk soll zu einem der größten Standorte für Leistungselektronik in Europa werden. Mit dem Produktionsstart im Herbst 2026 wird die Fabrik den Energiebedarf der nächsten Generation von Rechenzentren decken. Die laufende Personaloffensive zielt darauf ab, eine stabile Betriebsbasis für den zukünftigen Erfolg des Standorts zu schaffen.

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