Industriepreise steigen im Mai 2026 um 2,2 % – Baumaterialien besonders betroffen
Gabriel HethurIndustriepreise steigen im Mai 2026 um 2,2 % – Baumaterialien besonders betroffen
Die Erzeugerpreise für Industrieprodukte verzeichneten im Mai 2026 einen deutlichen Anstieg. Insgesamt stieg der Index um 2,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat, wobei mehrere Schlüsselmaterialien besonders starke Preissprünge aufwiesen.
Bei den Baumaterialien waren die Steigerungen besonders ausgeprägt: Die Preise für Flachglas kletterten um 15,4 %, während erdölbasiertes Bitumen sogar um 31,2 % zulegte. Konstruktionsvollholz verteuerte sich um 7,5 %, und Schnittholz folgte mit einem Plus von 11,4 %.
Auch Metalle und verwandte Produkte zogen kräftig an: Kaltgewalzte Bleche stiegen um 9,9 %, Metalle insgesamt um 11,1 %, und die Preise für Dachlatten erhöhten sich um 11,8 %. Etwas moderater, aber dennoch spürbar, fielen die Anstiege bei Fenster- und Türzargen mit 3,5 % sowie bei Sanitäranlagen mit 3,2 % aus.
Die Daten bestätigen einen breiten Aufwärtstrend bei den Industrie-Rohstoffkosten. Erdölbasiertes Bitumen verzeichnete das stärkste Wachstum, doch selbst die geringsten Preiserhöhungen lagen über 3 %. Dies spiegelt einen flächendeckenden Kostendruck in der Produktion verschiedener Branchen wider.
