IKEA verkleinert seine Läden und setzt auf Online-Handel und kompakte Schauräume
Gabriel HethurIKEA verkleinert seine Läden und setzt auf Online-Handel und kompakte Schauräume
IKEA stellt sein Ladendesign um und setzt künftig auf deutlich kleinere Verkaufsflächen. Damit reagiert das Unternehmen auf sich wandelnde Einkaufsgewohnheiten und städtische Platzengpässe. Geplant ist eine erhebliche Verringerung der Filialgrößen bei gleichzeitigem Ausbau der Online-Dienste.
Die neuen, kompakteren IKEA-Läden werden durchschnittlich rund 2.950 Quadratmeter umfassen – ein Bruchteil der herkömmlichen 35.000 Quadratmeter. Jede Filiale wird etwa 2.650 sofort mitnehmbare Artikel sowie 1.000 Ausstellungsstücke zur Bestellung vorrätig haben.
Die Standorte dienen vor allem als Schauräume und Beratungszentren. Der Großteil der Produkte wird online bestellt und direkt nach Hause geliefert. Peter Jelkeby, Deutschland-Chef von IKEA, bestätigte, dass das kleinere Format die künftige Expansion vorantreiben werde.
Zunächst plant das Unternehmen, weltweit 20 dieser kompakteren Läden zu eröffnen. Weitere sollen folgen, sobald sich die Strategie bewährt. Allein in Deutschland belaufen sich die Online-Umsätze bereits auf knapp 1,5 Milliarden Euro – das entspricht einem Viertel des Gesamtumsatzes.
Der Wechsel zu kleineren Filialen spiegelt IKEAs Reaktion auf die wachsende Nachfrage nach Online-Angeboten wider. Kunden werden zwar weniger Produkte vor Ort sehen, dafür aber mehr Optionen für die Lieferung nach Hause erhalten. Die erste Welle der neuen Läden soll das Konzept testen, bevor es flächendeckend eingeführt wird.
