IHK zieht pessimistische Bilanz und ist enttäuscht von der Bundesregierung
Gesa EigenwilligIHK zieht pessimistische Bilanz und ist enttäuscht von der Bundesregierung - IHK zieht pessimistische Bilanz und ist enttäuscht von der Bundesregierung
IHK zieht düstere Bilanz und zeigt sich enttäuscht von der Bundesregierung
IHK zieht düstere Bilanz und zeigt sich enttäuscht von der Bundesregierung
IHK zieht düstere Bilanz und zeigt sich enttäuscht von der Bundesregierung
- Dezember 2025, 12:36 Uhr
Die sächsische Wirtschaft hat ein schwieriges Jahr hinter sich: Die Umsätze sinken, die Insolvenzen nehmen zu. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) warnt vor einer weiteren Verschärfung der Lage und kritisiert, dass Unternehmen unter übermäßiger Regulierung und ausbleibenden Reformen der Bundesregierung leiden.
In den ersten zehn Monaten des Jahres verzeichnete Sachsen einen Umsatzrückgang von 0,3 Prozent im Vergleich zu 2024. Gleichzeitig ging die Beschäftigung um 2,5 Prozent zurück – eine zusätzliche Belastung für die Wirtschaft. Die IHK hatte sich von der seit Anfang 2025 regierenden CDU/CSU-SPD-Koalition substanzielle Veränderungen erhofft. Doch versprochene Reformen wie Anpassungen der Unternehmensbesteuerung oder Entlastungen bei den Energiekosten wurden verschoben oder ganz fallen gelassen.
Die Insolvenzzahlen steigen dramatisch: Bis November meldeten 979 Unternehmen Pleite an – mehr als im gesamten Vorjahr (2024: 867). Zudem wird es zunehmend schwieriger, Investoren zu finden, die angeschlagene Betriebe retten könnten. Die IHK wirft der Bundesregierung vor, es versäumt zu haben, Bürokratie abzubauen oder Unternehmen mehr Eigenverantwortung zuzugestehen. Zwar gab es Förderprogramme und gezielte Investitionshilfen, doch der angekündigte „Reformherbst“ blieb aus. Zwar brachte die Koalition Maßnahmen wie beschleunigte Wohnungsbauprojekte oder Änderungen im Baurecht auf den Weg – doch sächsische Unternehmen kämpfen nach wie vor mit überbordender Regulierung, ohne dass Besserung in Sicht wäre. Die Stimmung unter den Unternehmerinnen und Unternehmern hat sich von vorsichtigem Optimismus zu tiefer Enttäuschung gewandelt.
Sachsens Wirtschaft bleibt auf Talfahrt: Arbeitsplätze gehen verloren, die Einnahmen schrumpfen, die Pleitewelle rollt weiter. Die düstere Einschätzung der IHK zeigt, wie sehr die Erwartungen an dringend notwendige Reformen enttäuscht wurden. Ohne Kurskorrektur droht den Betrieben in der Region unter den aktuellen bundespolitischen Rahmenbedingungen eine ungewisse Zukunft.
