21 March 2026, 04:27

Hessens Wälder im Wandel: Wie der Klimawandel die Forstwirtschaft revolutioniert

Altes Papier mit der Aufschrift "Forstwirtschaft und Bewässerung, Januar 1904" mit einer Illustration von üppigen, grünen Bäumen in verschiedenen Schattierungen und einem alternden, gelblichen Papiergefühl.

Mehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Wälder im Wandel: Wie der Klimawandel die Forstwirtschaft revolutioniert

Hessens Landeswälder durchlaufen tiefgreifende Veränderungen, da der Klimawandel die Forstwirtschaft vor neue Herausforderungen stellt. Jahre der Dürre und Hitze haben sichtbare Schäden hinterlassen und zwingen Förster:innen, ihre Strategien anzupassen. Aktuelle Berichte zeigen eine Verschiebung bei den Holzeinschlagsmethoden: Während der Einschlag von Laubholz zunimmt, geht der von Nadelholz zurück.

Die Folgen der anhaltenden Dürre in Hessens Wäldern werden mit der Zeit immer deutlicher. Geschädigte und absterbende Bäume, geschwächt durch Extremwetter, werden inzwischen in größerem Umfang entfernt. Dies führte 2025 zu einem Anstieg des Laubholzeinschlags um 28 %, während die Fällung von Nadelholz im Vergleich zum Vorjahr um 6 % zurückging.

Als Reaktion auf die klimatischen Herausforderungen strukturiert HessenForst die Wälder um. Ausgewählte Buchenbestände werden ausgelichtet, um mehr Licht auf trockenheitsresistente Arten wie Eiche und Ahorn fallen zu lassen. Ziel ist der Aufbau widerstandsfähiger Mischwälder, die zukünftige Hitzewellen und Schädlingsbefall besser überstehen.

Ein vorübergehendes Fällverbot für bestimmte Buchenbestände, das 2020 verhängt worden war, wurde 2024 wieder aufgehoben. Seither hat sich die Fläche der buchen geprägten Wälder bis Anfang 2026 um etwa 5–10 % verringert. Borkenkäferplagen und Sturmschäden beschleunigten die Entfernung geschwächter Bäume, wie im Hessischen Waldzustandsbericht 2025 festgehalten wird.

Der Gesamtholzeinschlag in Hessens Landesforsten stieg 2025 um 5 % auf etwa 1,49 Millionen Kubikmeter. Winterliche Wetterbedingungen führten zu Verzögerungen, da nasser und gefrorener Boden den Zugang zu einigen Gebieten erschwerte. Um Bodenschäden zu vermeiden, wurden die Arbeiten angepasst, doch in den Herbst- und Wintermonaten nahm die Fällaktivität dennoch um 6 % zu.

Die Veränderungen in Hessens Wäldern spiegeln eine umfassendere Anstrengung wider, klimaresistentere Forstbestände zu schaffen. Während Buchenbestände zurückgehen und der Laubholzeinschlag steigt, liegt der Fokus nun auf der Förderung vielfältiger, stabiler Wälder. Diese Anpassungen sollen langfristige Schäden durch Dürre, Schädlinge und Extremwetter verringern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle