04 March 2026, 20:03

Hessen bleibt beim Mobilfunknetz bundesweites Schlusslicht – warum die Wälder schuld sind

Eine Stadtstraße mit Gebäuden, Ampeln, Fenstern, wenigen Passanten, Autos und Himmel.

Warum es in Hessen immer noch viele mobile tote Zonen gibt - Hessen bleibt beim Mobilfunknetz bundesweites Schlusslicht – warum die Wälder schuld sind

Hessen kämpft mit einer der schwächsten Mobilfunkabdeckungen Deutschlands

Das Bundesland liegt bundesweit auf einem der letzten Plätze – in weiten Teilen gibt es noch immer kein 4G-Netz. Strenge Umweltschutzauflagen und dichte Wälder erschweren den Ausbau der Netzinfrastruktur seit Jahren.

Über 40 Prozent der Fläche Hessens sind bewaldet, was die Übertragung von Mobilfunksignalen massiv behindert. Dichte Baumkronen, steile Täler und hohe Lagen blockieren in vielen Regionen die Verbindung. Besonders betroffen sind Nationalparks wie der Kellerwald, wo strenge Naturschutzvorschriften den Netzausbau zusätzlich hemmen.

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Fast 90 Prozent der sogenannten "weißen Flecken" – Gebiete ohne 4G-Empfang – liegen in Waldgebieten. Dazu zählen das Rheingauer Gebirge, der südhessische Odenwald, der Büdinger Wald und die Stölzinger Berge. Allein in den vergangenen fünf Jahren sind rund 150 neue Funklöcher entstanden, vor allem im Odenwald (etwa in Erbach und Michelstadt), im Rheingau-Taunus-Kreis (unter anderem in Bad Camberg) und im Vogelsbergkreis (darunter Schwalmtal).

In den Ballungsräumen sieht die Lage deutlich besser aus: Die Rhein-Main-Region mit Städten wie Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach und Darmstadt verfügt über die beste Netzabdeckung Hessens. Doch abseits dieser Zentren klaffen weiterhin große Lücken – viele ländliche und bewaldete Gebiete bleiben abgehängt.

Hessen belegt aktuell Platz 13 bei der Anzahl der weißen Flecken in Deutschland. Die bewaldete Topografie und strenge Naturschutzgesetze bremsen den Ausbau weiter aus. Ohne Kurswechsel drohen weite Teile des Landes auch in absehbarer Zeit schlecht angebunden zu bleiben.