Hertha BSC kämpft gegen Kownackis dreispielige Sperre – ist die Strafe zu hart?
Sibilla HartungDrei-Spiel-Sperre für Kownacki: Hertha legt Protest ein - Hertha BSC kämpft gegen Kownackis dreispielige Sperre – ist die Strafe zu hart?
Hertha BSC legt Einspruch gegen dreispielige Sperre für Dawid Kownacki ein
Hertha BSC wehrt sich gegen die dreispielige Sperre, die Stürmer Dawid Kownacki nach seiner Roten Karte im 2:2-Unentschieden gegen Darmstadt am Sonntag auferlegt wurde. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verhängte die Strafe, doch der Verein hält die Sanktion für unverhältnismäßig hart. Kownackis Platzverweis wegen brutalen Foulspiels hat eine Debatte über die Angemessenheit der Entscheidung ausgelöst.
Der Vorfall ereignete sich während des Bundesliga-Spiels in Darmstadt, als Kownacki mit einer direkten Roten Karte des Feldes verwiesen wurde. Schiedsrichter Florian Lechner erklärte Herthas Kapitän Fabian Reese später, der Angreifer habe keine realistische Chance gehabt, den Ball zu erreichen, und stattdessen gezielt die Beine seines Gegners angegriffen. Die Entscheidung löste beim Berliner Team Frustration aus – besonders, da die Mannschaft ohnehin mit Verletzungsproblemen und einer anhaltenden Torflaute in dieser Saison kämpft.
Kownackis Karriere in der Bundesliga war bisher von Unbeständigkeit und disziplinarischen Problemen geprägt. Nach einem vielversprechenden Start bei Fortuna Düsseldorf, wo er in der Saison 2018/19 in 25 Spielen acht Tore erzielte, brach seine Leistung bei Schalke 04 ein: In 40 Partien traf er nur zweimal. Mehrere Rote Karten, darunter zwei in der Spielzeit 2020/21, unterstrichen seine Disziplinlosigkeit. Leihstationen bei Union Berlin und dem 1. FC Köln brachten kaum Besserung – in zwei Spielzeiten gelang ihm nur ein Treffer. Seine Bilanz in der Bundesliga beläuft sich nun auf 11 Tore in 102 Spielen, dazu fünf Gelbe und drei Rote Karten.
Herthas Einspruch argumentiert, dass die dreispielige Sperre den Kontext des Fouls nicht ausreichend berücksichtige. Der ohnehin schon angeschlagene Kader des Vereins, dem es an offensiven Alternativen mangelt, muss nun damit rechnen, in einer entscheidenden Phase der Saison auf seinen Stürmer verzichten zu müssen.
Die DFB-Entscheidung lässt Hertha nur wenig Zeit, die Sperre vor dem nächsten Ligaspiel noch abzuwenden. Scheitert der Einspruch, fehlt Kownacki in drei Partien – was die ohnehin schon bestehenden offensiven Probleme der Mannschaft weiter verschärfen würde. Das Urteil könnte zudem Präzedenzfall für die Bewertung ähnlicher Vorfälle in künftigen Disziplinarverfahren werden.






